

Bild: Die 9 neuen Seligen, polnische Salesianer, P. Miska rechts, erstellt mit KI
Der Dachaumärtyrer P. Franciszek Miśka, Salesianerpater aus Polen, wird am 06.06.2026 in Krakau seliggesprochen werden, zusammen mit 8 weiteren polnischen Salesianern, die im KZ Auschwitz starben. Dadurch wird sich die Zahl der seligen Märtyrer von Dachau auf 63 erhöhen
Miśka Franciszek SDB (1898-1942)
Kurzbiografie:
Franciszek Miśka wurde 1898 in Swierczyniec (Oberschlesien) geboren. Nach dem Theologiestudium und Priesterweihe 927 in Turin kehrte er nach Polen zurück.1941 zwangen die deutschen Besatzungsbehörden ihn, Amtsbrüder im deutschen Gefängnis für Priester in Ląd zu betreuen. Nach brutaler Folter wurde Franciszek Miśka am 30. Oktober 1941 nach Dachau verschleppt. Dort war er Zwangsarbeiter und unmenschlichen Lebensbedingungen ausgesetzt. Er starb am 30. Mai 1942, in der Krankenstation, Revier, des Konzentrationslagers Dachau.
Biografie:
Franciszek Miśka wurde am 5. Dezember 1898 im oberschlesischen Tannendorf bei Pless, Oberschlesien, (heute Świerczyniec bei Pszczyna) als fünftes Kind von Jan Miśka und seiner Ehefrau Zofia, geb. Pilorz, geboren. Im Alter von drei Tagen empfing er die Taufe in der Kirche St. Bartholomäus in Berun (Bieruń Stary). Sein Vater ernährte die elfköpfige Familie mit der Arbeit auf einem 15 Hektar großen Bauernhof. Polen existierte damals als Staat nicht, weil es seit 1795 unter Russland, Preußen und Österreich aufgeteilt war. Die Familie pflegte trotzdem die polnische Tradition, indem sie polnische Bücher und Zeitschriften verteilte, polnische Lieder sang und einen Verein für eine öffentliche Leihbibliothek mit polnischen Büchern leitete.
Nach dem Abschluss des Salesianer Gymnasiums in Auschwitz trat Franciszek in das Noviziat in Pleszew ein und legte am 24. Juli 1917 seine Gelübde ab. Er studierte Philosophie in Krakau und absolvierte anschließend ein pädagogisches Praktikum in Einrichtungen in Oświęcim und Przemyśl. Für sein Theologiestudium wurde er nach Turin geschickt, wo er am 10. Juli 1927 auch die Priesterweihe empfing.
Er kehrte anschließend nach Polen zurück arbeitete zunächst in Przemyśl als Schulberater und Religionslehrer in einem Kinderheim der Salesianer und kam nach einem Jahr an das ordenseigene Pflegeheim St. Joseph in dieser Stadt. Die nächste Station seines Ordensdienstes war Wilna, wo er als Katechet an einer Salesianer-Handwerksschule tätig war. 1931 wurde Pater Miśka die Leitung der Salesianer-Einrichtung in Jaciążek bei Maków Mazowiecki übertragen, deren Direktor er fünf Jahre lang blieb. 1936 übernahm er die Stelle des Oberen des kleinen Seminars seines Ordens in Ląd an der Wartą und wurde dort gleichzeitig Pfarrer der Pfarrei der Heiligen Maria und des Heiligen Nikolaus. Er leistete den Kranken und Bedürftigen materielle Hilfe und organisierte ein Oratorium für Kinder, kümmerte sich um das historische Kloster und die Zisterzienserkirche, die in der Pfarrei standen. Er engagierte sich auch im Leben der örtlichen Kirche auch durch seinen pastoralen Dienst in den anderen Pfarreien des Dekanats.
Nach dem deutschen Überfall auf Polen am 1. September 1939 war Franciszek Miśka einige Wochen lang als Militärkaplan für die in der Umgebung von Ląd stationierten Truppen tätig, kehrte nach der Kapitulation des Regiments aber bald in die Stadt zurück, um dort weiterhin als Pfarrer zu arbeiten. Am 6. Januar 1940 verwandelten die deutschen Behörden die salesianische Anstalt in Ląd in ein Gefängnis für Priester aus mehreren polnischen Diözesen, darunter Włocławek, Gniezno und Poznań. Auch eine Gruppe von Salesianern aus der Stadt selbst wurde dort inhaftiert. Unter den Häftlingen waren auch der selige Bischof Michał Kozal und eine Gruppe von Klerikern aus seiner Diözese Włocławek, die später alle nach und nach in das Konzentrationslager Dachau deportiert wurden. Die Gestapo setzte Pater Franciszek Miśka zum Oberhaupt aller Internierten ein und machte ihn für die Disziplin und das Verhalten der Häftlinge verantwortlich. Trotz aller Schikanen kümmerte er sich um die Grundbedürfnisse der inhaftierten Priester und der lokalen Bevölkerung. In dieser Zeit wurde er zweimal nach Inowrocław gebracht und dort brutal gefoltert. Am 6. Oktober 1941 kam Franciszek Miśka in das Durchgangslager in Konstantynów bei Łódź und wurde am 30. Oktober 1941 weiter ins KZ Dachau gebracht.
Er erhielt die Häftlingsnummer 28037. Wie auch an anderen Orten seiner bisherigen Haft, stärkte er während seines Aufenthalts im Lager seine Mitgefangenen mit seinem Optimismus und seiner Geduld im Ertragen der Leiden. Jahre später schrieb der Mitgefangene Rektor Dr. Franciszek Korszyński aus der Diözese Wloclawek, der dort 1946 Weihbischof wurde, in seinem Buch „Jasne promienie z Dachau” (Helle Strahlen aus Dachau), dass Franciszek Miśka mit seiner Haltung die Herzen aller gewann. Das Lagerleben zehrte dennoch Tag für Tag an der Gesundheit von Pater Franciszek. Er selbst ahnte innerlich, dass seine irdische Pilgerreise bald zu Ende sein würde. Am Pfingstsonntag, dem 24. Mai 1942, erklärte er während eines Gesprächs mit seinen im Lager inhaftierten Salesianerbrüdern, dass er nicht mehr lange auf Erden bleiben werde. Besonders die Stuben- und der Blockälteste im Priesterblock quälten ihn. Tatsächlich starb er wenige Tage später, am 30. Mai 1942. Sein Leiden im Konzentrationslager Dachau dauerte nur sieben Monate. Franciszek Miśka wurde eines der vielen Opfer der sogenannten Zeit der „Privilegien”, in der die in Dachau gefangenen Geistlichen angeblich besser behandelt worden sein sollen, nach Aussage der Lagerleitung und einiger Historiker unserer Tage. Auch in dieser Zeit wurden sie aber im KZ Dachau besonders drangsaliert. Aufgrund der Intervention von Kardinal Adolf Bertram, dem Vorsitzenden der Deutschen Fuldaer Bischofskonferenz, der wegen der schlechten Behandlung von Geistlichen durch die nationalsozialistischen Peiniger protestiert hatte und durch Verhandlungen mit dem Heiligen Stuhl aus dem gleichen Grunde, führten die Nationalsozialisten diese angeblichen „Privilegien“ ein, um den kirchlichen Behörden fälschlich mitteilen zu können, dass die Priester im Lager nicht arbeiteten, sondern nur die Essen verteilen mussten. Zusätzlich wurden die gefangenen Geistlichen zu schwerer Arbeit wie Schneeräumen und Tragen verschiedener Lasten eingesetzt und mussten Strafexerzieren. Ab September 1941 waren die polnischen Geistlichen, die Deutschen Geistlichen ab Frühling 1942, auf der Plantage zu schwerer körperlicher Arbeit eingesetzt, ohne die sonst üblichen Zulagen an Nahrung, Brotzeit genannt.
Das bestand aus dem dreimal täglichen Tragen von sehr schweren großen Kesseln aus Metall von der Lagerküche zu den einzelnen Blocks, ein weiter Weg. Morgens enthielten die Häftlinge sogenannten „Kaffee“, mittags Suppe und abends das Abendessen. Ein Priesterhäftling, der Dachau überlebte, schilderte das später so: „Auf ein Pfeifsignal hin mussten wir uns so schnell wie möglich zu zweit in einer Reihe aufstellen. Dann marschierte diese lange Reihe in Zweiergruppen zur Küche, um die Kessel mit Suppe und Kartoffeln zu holen. Es war nicht leicht, in unseren Holzschlappen über den rutschigen Boden dieser Küche zu gehen.
Außerdem war es sehr gefährlich, da man zwischen Reihen von mit Stöcken bewaffneten SS-Männern hindurchgehen musste. Wenn einer von uns ausrutschte und hinfiel, löste er eine Lachsalve der unmenschlichen SS-Männer aus und wurde geschlagen. Der Weg durch die Küche war schwierig. Der Kessel mit der Suppe war so schwer, dass nicht jedes Paar von Geistlichen Häftlingen ihn tragen konnte. Der Kessel mit den Kartoffeln war zwar leichter, aber auch er bereitete den geschwächten und ausgemergelten Häftlingen große Schwierigkeiten. Mit aller Kraft und klopfendem Herzen verließ man die Küche, aber bis zum zugewiesenen Block war es noch weit. Wenn man die Zahl 30 auf den Kessel geschrieben sah, sank einem das Herz vor Schreck bei dem Gedanken, dass die Kräfte nicht bis zu diesem am weitesten entfernten Block reichen könnten.
Das Tragen der Kessel war für ältere, kranke und körperlich schwache Priester eine große Qual. Der letzte Block 30 war etwa 400 Meter von der Küche entfernt. Auf dem steinigen Weg stürzten die Priester mit den schweren Kesseln oft, besonders bei Glatteis und verbrannten sich dabei an dem heißen Essen. Dann wurden sie von den Blockaufsehern zusätzlich geschlagen und misshandelt. Einer derjenigen, für die dieses „Privileg“ das Tragen von Essenskesseln zur Todesursache wurde, war Pater Franciszek Miśka. Auf diesem Weg stürzte er so unglücklich, dass er sich die Hand unter dem Kessel quetschte. Im Lagerkrankenhaus wurde er nur provisorisch versorgt. Nach drei Tagen wurde er wieder zur Arbeit geschickt, die ihn seine letzten Kräfte raubte. Trotz seiner großen Erschöpfung erfüllte er den Befehl seiner Peiniger, er sah darin wie Gottes Willen.
In den letzten Tagen seines Lebens konnte P. Miśka keine Lagerkost mehr zu sich nehmen. Bei vollem Bewusstsein gab er betend und bis zuletzt andere tröstend, seine Seele dem Schöpfer zurück. Er starb am 30. Mai 1942, dem Dreifaltigkeitssonntag im KZ Dachau, an Hunger und Erschöpfung. Sein Leichnam wurde im Krematorium des Konzentrationslagers verbrannt.
Nicht nur Pater Franciszek Miśka war während des Zweiten Weltkriegs ein Vorbild polnischen Widerstands gegen die Nationalsozialisten. Seine Familienangehörigen versteckten auf ihrem Bauernhof Menschen, die von der Gestapo verfolgt wurden und aus dem Vernichtungslager Auschwitz geflohene Häftlinge
Am 17.09.2003 wurde in Polen ein Seligsprechungsverfahren für 122 polnische Märtyrer eröffnet, die Opfer der Deutschen Gewalt zwischen 1939 und 1945 wurden. Miska ist einer dieser Männer.
Das Verfahren von 9 polnischen Salesianern wurde aus der Gruppe der 122 ausgegliedert und einzeln weitergeführt.
Papst Leo XIV. unterschrieb am 24. Oktober 2025 die Erlaubnis zur Verkündung der Dekrete des Martyriums der neun polnischen Salesianern. Die Seligsprechung wird am 06.06.2026 in Krakau stattfinden.
Quellen:
https://pl.wikipedia.org/wiki/Franciszek_Mi%C5%9Bka
https://silesia.edu.pl/index.php/Mi%C5%9Bka_Franciszek
https://archive.is/20130504020753/http://www.meczennicy.pelplin.pl/?a=6&id=25
Fotos: Verein zur Erforschung der sozialen Bewegungen in Wuppertal e.V.
Beispielhaft für die Einstellung der von Helmut Hesse bekämpften regimetreuen „Deutschen Christen“ war die Wahlhilfe mit SA-Unterstützung bei den Kirchenratswahlen bereits 1933 in Berlin. Foto: Bundesarchiv, Bild 183-1985-0109-502 / CC-BY-SA 3.0
So sah die Fahne der „Deutschen Christen“ gegen die Vater und Sohn Hesse kämpften, bereits 1932 aus, Foto: Maerlinfan13 CC-AS 4.0
Noch kein Gerechter unter den Völkern- Helmut Hesse von Klemens Hogen-Ostlender
Helmut Hesse setzte sich für verfolgte Juden ein und starb im KZ Dachau
Helmut Johannes Hesse wurde am 11. Mai 1916 in Bremen als jüngstes Kind des aus Ostfriesland stammenden reformierten Theologen Hermann Albert Hesse (1877 – 1957) geboren. Als Vikar der Bekennenden Kirche setzte Helmut Hesse sich für verfolgte Juden ein, wurde verhaftet, ins KZ Dachau deportiert und starb dort. Helmut hatte drei Brüder und eine Schwester. Der Gymnasialbesuch und ein Studium waren in der Familie obligatorisch. Zugleich aber beherrschte eine strenge Kirchenzucht den Alltag: Kein Theater, kein Kino, kein Wirtshausbesuch, kein Kartenspiel. Politisch dachte man vaterländisch. Hermann Albert Hesse nahm 1916 mit seiner Frau und den Kindern, darunter dem wenige Monate alten Helmut, einen Ruf an die reformierte Gemeinde in Elberfeld an, das 1929 mit Barmen, Ronsdorf, Cronen und Vohwinkel zu Wuppertal vereinigt worden war.
Strafverfahren gegen den Vater Hermann Albert Hesse
Hermann Albert Hesse war später Leiter des Predigerseminars in Elberfeld und Moderator des Reformierten Bundes in Deutschland. Die Staatspolizeistelle für den Regierungsbezirk Düsseldorf berichtete am 15. Mai 1934 an das Geheime Staatspolizeiamt in Berlin über ein Strafverfahren gegen den Pfarrer. Der Vorwurf: Er sollte während der Predigt am Ostermontag, dem 2. April, in der Sophien-Kirche den Hitler-Gruß sinnentstellend ausgelegt und außerdem die nationalsozialistische Weltanschauung mit der Bemerkung verunglimpft haben. Christus sei auferstanden, und deshalb erscheine ihm der ganze Rummel um Adolf Hitler lächerlich. In seiner Vernehmung berief sich Hesse jedoch erfolgreich darauf, dass seine Äußerungen missverstanden worden seien. Er habe sie nicht auf politische Fragen, sondern nur auf religiöse angewandt. Außerdem sei er ein guter Christ.
Der Sohn Helmut Hesse war in seiner Schulzeit als Leiter des Elberfelder Schülerbibelkreises auch in die Geselligkeit im Sinne der kirchlich-bündischen Jugendbewegung integriert mit Kluft, Freizeiten und Fahrten, Zupfgeigenhansel und Zeltlager. Die geschlossene „Überführung“ kirchlicher Jugendverbände in die Hitlerjugend machte dem ein Ende. Wieso der junge Mann 1934 in die SA eintrat und ihr ein Jahr angehörte blieb allen, die sich nach seinem Tod mit ihm beschäftigten, rätselhaft.
Folgenreiche Bestrafung bei der SA
Wegen verspäteter Rückkehr von Wochenendausflügen während des Arbeitsdienstes musste Helmut Hesse bei der SA mehrmals zur Strafe in einem Keller in knöcheltiefem Wasser stehen. Dabei zog er sich möglicherweise die Niereninsuffizienz zu, die für ihn zum Dauerleiden wurde. Alle drei Söhne der Familie studierten Theologie, Helmut ab 1935 an wechselnden Orten, darunter mehrere Male an einem illegalen Seminar der Bekennenden Kirche in Elberfeld, an der Universität Halle an der Saale sowie ein Wintersemester lang an der verbotenen Hochschule der Kirchenopposition in Berlin. Spiritus Rector dieser Einrichtung der Bekennenden Kirche (BK) war der reformierte Spandauer Superintendent Martin Albertz, einer der konsequentesten Bekenntnistheologen der Hauptstadt. Die Beziehungen zwischen dem Elberfelder Pfarrhaus Hesse und Albertz waren überaus eng. Helmut Hesse hatte außerdem Kontakte mit dem Pfarrhaus Walter Wendland im Bezirk Prenzlauer Berg. Es bestanden zudem Verbindungen zum Büro Pfarrer Grüber [ein gerechter unter den Völkern, im KZ Dachau inhaftiert] (Link zur Biografie von Heinrich Grüber) und zu Helmut Gollwitzer in Dahlem. Helmut Hesse arbeitete während seines Aufenthalts aktiv im Büro Grüber mit. Er setzte sich wie dessen Leiter für verfolgte und unterdrückte Menschen ein, indem der Pässe vermittelte sowie Lebensmittelkarten und Fahrausweise fälschte. Noch im Januar 1943 nahm er außerdem an einem „subversiven“ Treffen entschieden oppositioneller BK-Theologen im Pfarrhaus Wendland teil, bei dem Hilfsmaßnahmen für die verfolgten „Nichtarier“ beraten wurden. Mit Beginn des Studiums trat Helmut Hesse aus der SA aus. Er begründete das sowohl theologisch als auch praktisch. Der Dienst an Sonntagen stehe seinen Verpflichtungen als angehender Pfarrer im Wege.
Erlebnisse in Ungarn...
Als Student sparte Helmut Hesse auch gegenüber Instanzen der Bekennenden Kirche nicht mit Kritik. Der BK-Studentenschaft etwa hielt er vor, ihre Arbeit sei unzureichend. Er scheute sich nicht, um die Frage zu thematisieren, ob man nicht gegen die Verbreitung von Irrlehren protestieren müsse. Gemeint war damit die Ideologie der „Deutschen Christen“, der rassistischen, antisemitischen und am Führerprinzip orientierte Strömung im deutschen Protestantismus, die behauptete, man könne den Glauben mit dem Nationalsozialismus vereinbaren. Helmut Hesse verlangte hingegen, dass die BK-Studenten endlich ein klares Wort über das Verhältnis zur SA zu sagen müssten. 1938 unternahm er im Auftrag der Bekennenden Kirche mit einer Kommilitonin eine vierwöchige Reise durch Österreich und Ungarn, um dort über die deutschen protestantischen kirchenpolitischen Verhältnisse zu informieren und gleichzeitig die Situation in den beiden anderen Ländern zu erkunden. Schon was die beiden Abgesandten in Ungarn erlebten, hielt Helmut Hesse für „nicht mehr weit entfernt von der Deutsch-Christlichen Irrlehre“.
... und Österreich
In Österreich folgte dann die völlige Enttäuschung. Der Wiener Oberkirchenrat Gustav Zwernemann reagierte auf Hesses Informationen über den Kirchenkampf in Deutschland mit den Worten „Ich bekenne mich freudig zu Adolf Hitler als meinem Erlöser und stehe auf dem Boden des reformierten Bekenntnisses“. Aus Helmuts Notizen in seinem Reisetagebuch über den zufälligen Besuch einer katholischen Messe wird außerdem klar, dass er den dort erlebten Gauben ganz und gar ablehnte.
Über den Besuch bei einem evangelischen österreichischen Pfarrer, in dessen Gemeindebereich „fast nur steinreiche Juden wohnten“, notierte Hesse, die dortige Gemeinde sei „naturgemäß stark antisemitisch eingestellt“. In einer Predigt machte er den Menschen aber klar, dass jeder, der die „Judenfrage“ anders lösen wolle, „als sie am Kreuz des Judenkönig gelöst ist,“ unter dem Fluch und Zorn Gottes stehe.
Vom eigenen Vater ordiniert
Helmut Hesse legte sein erstes Examen im Frühjahr 1940 vor der Prüfungskommission der Rheinischen Bekennenden Kirche ab. Nach dem Vikariat meldete er sich im September 1941 zum Zweiten Examen an. Weil nach der Verhaftung der Berliner Prüfungskommission der BK auch die Kommission im Rheinland inzwischen ihre Arbeit eingestellt hatte, sollte er sich von der Evangelischen Kirche der Altpreußischen Union prüfen lassen, in der sowohl lutherische als auch reformierte (calvinistische) Gemeinden unter einer gemeinsamen Verwaltung existierten. Er verweigerte das und warf der Bekennenden Kirche schriftlich vor, lasse ihr Handeln durch solche Kompromisse „durch menschliche Berechnungen der Gefahr bestimmen statt durch den Glauben an Gottes Wort. Mehr als 700 andere junge reformierte Theologen waren ebenfalls seiner Meinung. Aus Berlin kam die Anregung, sie alle in einer kirchlichen Arbeitsgemeinschaft zu sammeln, um sie schützen und beraten zu können. Das wurde die Aufgabe von Helmut Hesses Vater. Nach länger dauernden fruchtlosen Auseinandersetzungen mit der rheinischen Prüfungskommission bat Helmut Hesse schließlich das Presbyterium der BK in Elberfeld, ihn zu visitieren und zu ordinieren. Das geschah in einem wohl einmaligen Vorgang. Nach einem Kollegium, das von der Führung der Bekennenden Kirche nicht autorisiert wurde, ordinierte Hermann Albert Hesse seinen jüngsten Sohn „zum Diener am Wort in der nach Gottes Wort reformierten Kirche“.
In der Bekenntnisgemeinde isoliert
Der Preis für den Alleingang war hoch. Vater und Sohn Hesse waren in der Bekenntnisgemeinde Elberfeld in einer relativ kleinen Gruppe isoliert. Superintendent Karl Windfuhr sah in ihnen „notorische Quertreiber“. Binnen sechs Tagen strich die rheinische Bekennende Kirche Helmut Hesse am 17. April 1943 von der Kandidatenliste. Der Kirchenkampfchronist Prof. Günther van Norden charakterisierte den Sohn später so: „Ein Bekenntnispfarrer, den die Bekennende Kirche nicht ertrug.“ Helmut Hesse habe jede von ihm empfundene Mäßigung derart kompromisslos bekämpft, dass er ab 1941 nur noch bei seinem Vater Dienst tun konnte. Bereits am 23. Mai veranlasste ein Sonntagsgottesdienst die Gestapo Düsseldorf, beim Reichssicherheitshauptamt in Berlin ein Verfahren gegen Helmut Hesse einzuleiten. Er hatte gegen ausdrückliches staatliches Verbot in einem Fürbitten-Gebet die Namen von inhaftierten Mitgliedern der Bekennenden Kirche verlesen, und dabei unter anderem auch die von Martin Niemöller und Link zur Biografie von Heinrich Grüber.
Ärger wegen Habakuk
Regimekritik war nichts Neues in Helmut Hesses Predigten. Als Vikar in Honnef hatte er bereits am 10. August 1941 wegen der NS-Judenverfolgung ausführlich die Klagen des Propheten Habakuk aus dem 7. Jahrhundert vor Christus thematisiert. Dessen Ausruf „Herr, wie lange soll ich schreien und du willst nicht hören?“ setzte Helmut Hesse beziehungsreich seine eigene Klage gegenüber: „Herr, wie lange soll ich schreien und du willst nicht hören - ist das nicht der Schrei der ganzen Welt des 20. Jahrhunderts?“. JHWHs Antwort an Habakuk war vor mehr als zweieinhalb Jahrtausenden die Ankündigung des Strafgerichts am Volk Israel durch die Chaldäer. Helmut Hesse bezog das 1941 angesichts der Kriegsereignisse auf die deutsche Gegenwart: „Das ist das Gericht Gottes über seine ungehorsame Kirche, die es nicht gewagt hat, Gottes Totalitätsanspruch … zu predigen, Das Tier ist losgelassen … und es rast, Wohnungen einzunehmen, die nicht seine sind“. In seiner Predigt über die Auferweckung des Lazarus kritisierte er 1943 nun die evangelische Kirchenpolitik und bezog dabei auch die Bekennende Kirche ein. Es war gleichsam ein geistlicher Bußruf. 194 Menschen hörten seine Worte, darunter 35 Männer, wie ein Spitzel der Gestapo akribisch mitzählte.
Zwei Predigten, zwei Verhaftungen
Die Predigten in den Sonntagsgottesdiensten am 23. Mai und am 6. Juni 1943 waren schließlich letzter Anlass für seine Verhaftung nicht nur Helmut Hesses Verhaftung, sondern auch die seines Vaters, der die Gottesdienste mit gestaltet hatte. Ein Gestapo-Beamter stenografierte am 6. Juni Wort für Wort mit, was Helmut Hesse sagte: „Als Christen können wir es nicht länger ertragen, dass die Kirche in Deutschland zur Verfolgung der Juden schweigt. Was uns dazu bewegt, ist das einfache Gebot der Nächstenliebe. Die Judenfrage ist eine protestantische Frage und keine politische. Die Kirche muss jedem Antisemitismus in der Gemeinschaft widerstehen. Gegenüber dem Staat muss die Kirche die Bedeutung Israels in der Heilsgeschichte bezeugen und jedem Versuch widerstehen, das Judentum zu vernichten. Jeder Nicht-Arier, ob Jude oder Christ, ist heute in Deutschland den Mördern zum Opfer gefallen“. In der Nacht zum 31. Mai hatte ein verheerenden Bombenangriff der Royal Air Force Barmen weitgehend zerstört und tausende Bewohner getötet. Der Vater Hermann Albert Hesse bezeichnete ihn als „gewaltiges Gericht Gottes“ und und rief Kirche und Volk zur Buße auf.
Harte Untersuchungshaft für Vater und Sohn
Am 8. Juni 1943 wurden Vater und Sohn von der Wuppertaler Gestapo verhaftet und zunächst in Barmen inhaftiert. Nach Günther van Nordens Worten war das auch die Folge davon, dass die Streichung des Sohns von der Kandidatenliste ihn gleichsam vogelfrei gemacht hatte. Mehr als fünf Monate lang wurden beide unter zermürbenden Haftbedingungen festgehalten. Bei der Hausdurchsuchung fanden die Beamten weiteres belastendes Material. Die Vernehmungsprotokolle aus der Untersuchungshaft lesen sich phasenweise wie theologische Erörterungen zur so genannten „Judenfrage“, bei denen der Sohn nicht müde wurde, die heilsgeschichtliche Erwählung des jüdischen Volkes zu betonen. Bewusst habe Gott mit Jesus einen Juden für das Heil der Welt bestimmt. Bereits bei Helmut Hesses Probepredigt am 28. Februar 1941 und bei einem Visitationsgespräch am Tag vor seiner Ordination war es um das Thema Heil für Israel gegangen. Der junge Vikar hatte damals betont: „Die Christen können das Erbarmen, von dem sie selbst leben, nicht schlimmer verspotten, als wenn sie die Juden verspotten, weil diese von Gott verworfen seien“.
Tod nach neun Tagen in Dachau
Den Tatbestand der Heimtücke sahen die Ermittler 1943 als erfüllt an. Das „Heimtückegesetz“ vom 20. Dezember 1934 (eigentlich „Gesetz gegen heimtückische Angriffe auf Staat und Partei und zum Schutz der Parteiuniformen“) war ein wesentliches Instrument des NS-Regimes, um Kritik zu unterdrücken, Meinungsfreiheit einzuschränken und die Opposition einzuschüchtern. Es kriminalisierte durch die Androhung harter Strafen alle kritischen Äußerungen, die angeblich das Wohl des Reiches, das Ansehen der Reichsregierung oder der NSDAP schwer schädigten. Weil die NS-Justiz scheute im Fall der Hesses wie oft auch sonst Aufsehen erregende Prozesse. Manche Verfahren wurden auf Anweisung aus dem Justizministerium oder der Parteikanzlei niedergeschlagen, weil Äußerungen über Euthanasie, Judenverfolgung oder die katastrophale Niederlage von Stalingrad nicht öffentlich erörtert werden sollten. Der Chef des Reichssicherheitshauptamts, Ernst Kaltenbrunner, ordnete im doppelten Fall Hesse deshalb „Schutzhaft“ im KZ an. Am 14. November 1943, einem Sonntag, wurde Hermann Albert Hesse in den Priesterblock des Konzentrationslagers Dachau eingeliefert. Einen Tag später traf dieses Schicksal auch seinen Sohn Helmut. Beide waren durch die lange Untersuchungshaft bereits geschwächt. Vor allem Helmuts Zustand war wegen seines Dauerleidens aber besorgniserregend. Lebenswichtige Medikamente wurden ihm verweigert. Sein Vater wachte nächtelang bei ihm, bis Helmut ins Revier, die Krankenbaracke, verlegt wurde. Er war nicht bei seinem Sohn, als der am 24. November 1943, einem Mittwoch, starb und konnte Helmut nur noch die Augen zudrücken. Mehrere Quellen weisen darauf hin, dass die Niereninsuffizienz möglicherweise auf das Strafstehen im Wasser bei der SA zurückführen war. Als „offizielle“ Todesursache steht in der Sterbeurkunde der Lagerleitung Sepsis post Anginam (Sepsis nach einer Mandelentzündung).
„Die Sache mit Helmut“
Helmut Hesses Lebens- und Leidensgeschichte wurde nicht nur zu Lebzeiten überschattet von etwas, das man vor seinem Tod meist nur „die Sache mit Helmut“ nannte. Bei der Hausdurchsuchung fand die Gestapo einige private Briefe, die auf eine Liebesbeziehung Helmuts zu einer verheirateten Frau mit einem schulpflichtigen Kind hinwiesen, deren Ehemann an der Front kämpfte. Dass es die Affäre mit der namentlich nicht genannten Frau gab, steht außer Frage. Hermann Klugkist Hesse (nicht verwandt mit Hermann Albert und Helmut), ein Pastor aus Elberfeld, versuchte, die Folgen der Entdeckung der Gestapo mit den Gemeindemitgliedern und der Kirchenleitung in Elberfeld sowie mit Helmut selbst zu klären. Gerüchte über die Angelegenheit hatten sich in der reformierten Gemeinde und darüber hinaus schnell verbreitet. Klugkist Hesse berichtete, dass die örtlichen Kirchenführer Helmut während seiner fast sechsmonatigen Tortur in Untersuchungshaft kein einziges Mal besuchten, obwohl sie das Recht dazu hatten. Sein Biograf Manfred Gailus charakterisierte Helmut Hesse aufgrund seiner körperlichen und psychischen Gebrechlichkeit sowie seiner strengen reformierten Erziehung als einen zwar „schwierigen Märtyrer“, aber dennoch als Märtyrer. Trotz seiner Eigenheiten und Schwächen habe er aufgrund seines unglaublich mutigen Eintretens insbesondere für Juden, aber auch für seine Mitstreiter in der Bekennenden Kirche, die es gewagt hatten, sich offen gegen das Regime auszusprechen, einen besonderen Platz im Pantheon der protestantischen Helden und Märtyrer verdient.
Telegramm über das Ableben von Häftling 58162
Am 25. November 1943 ging bei der Gestapo Düsseldorf ein Telegramm aus Dachau betreffs „Ableben des Sch.--Gefg. HESSE, Helmut, geb. 11. 15. 16 ... Gefg.--Nr.58162“ ein: „Es wird gebeten, die Angehörigen (als solche sind hier bekannt) Mutter Martha Hesse, Wuppertal, Adolf Hitlerstr. 34 entspr. dem Erlass des RFSS [Reichsführer SS] vom 21.5.42 ...zu verständigen.“ Wenige Wochen später folgte ein Nachlassbescheid an die Stapoleitstelle Düsseldorf. Helmut Hesses Nachlass bestand demzufolge aus „A). Effekten: 1 Hut, 1 Mantel, 1 Rock, 1 Weste, 1 Hose, 1 Pullover, 5 Hemden, 1 Unterhose, 1 Paar Socken, 2 Paar Schuhe, 1 Paar Hausschuhe, 1 Schlafanzug, 1 Geldbörse, 2 Bücher, 1 Koffer – B). Wertsachen: Keine – C). Bargeld: Keines - . Im Sinne des Erlasses des Herrn Reichsinnenministers wird ersucht, die Anschrift der erbberechtigten Angehörigen bekanntzugeben“. Die SS Dachau bat die Stapoleitstelle also, ihr die Adresse der Mutter mitzuteilen, die sie der Stapo kurz zuvor erst selbst genannt hatte. „Bargeld: Keines“ widersprach außerdem den amtlichen Angaben der Häftlings-Effektenverwaltung. Bei seiner Einlieferung hatte Helmut Hesse danach nämlich 54,30 Reichsmark in Bar bei sich, die auch beim „Abgang“, wie der bewusst herbeigeführte Tod genannt wurde, noch vorhanden waren.
Zwangspensionierung „mit den besten Wünschen“
Hermann Albert Hesse wurde nach beharrlichem Drängen seiner Frau, nach langem Zögern auch von der Elberfelder Gemeinde unterstützt, in Anbetracht seiner „besonders gelagerten familiären Verhältnisse“ am 18. April 1944 aus dem KZ Dachau entlassen. Von seinen vier Söhnen waren drei gestorben. Zwei fielen an der Ostfront. Das Konsistorium der rheinischen Kirche hatte den Pfarrer schon zwangsweise in den Ruhestand geschickt, als er noch in Wuppertal Untersuchungshaft saß, und zwar „mit dem Ausdruck bester Wünsche für einen gesegneten Lebensabend“. Nach Kriegsende wurde die Absetzung für rechtswidrig erkannt. Eine Wiedereinsetzung in eine Pfarrstelle gab es trotzdem nicht. Der 68-jährige kehrte nach der Freilassung auch nicht nach Elberfeld zurück, sondern zog zunächst in seine Geburtsstadt Weener in Ostfriesland. Später siedelte er ins 15 Kilometer von Elberfeld entfernte Velbert über. Zeitweise war er danach seelsorgerisch tätig, aber nicht für die seine ehemalige reformierte Gemeinde, sondern für die Niederländisch-Reformierte in Wuppertal. Hermann Albert Hesse starb am 26. Juli 1957. Sein Grab befindet sich in Elberfeld nach seinem Wunsch auf dem Friedhof der Niederländisch-Reformierten Gemeinde.
Jahrelange „subversive“ Hilfe für verfolgte Juden?
Einige Quellen erwähnen fast wörtlich gleichlautend, Helmut Hesse habe nicht nur in seiner Studienzeit in Berlin, sondern auch danach bis zu seiner Verhaftung 1943 für Menschen, die vom Regime verfolgt wurden, Pässe organisiert sowie Lebensmittelkarten und Fahrausweise gefälscht habe. Das geht offenbar auf Informationen aus eine Veranstaltung im Jahr 2006 zurück, die unter anderem von der Citykirche Elberfeld organisiert wurde. Der Historiker Professor Manfred Gailus erwähnt das in seiner ausführlichen Biografie Hesses mit keinem Wort. Angaben darüber, ob Hesse die Papiere selbst gefälscht oder aus Widerstandskreisen beschafft habe, gibt es ebenfalls nicht. Propst Heinrich Grüber, mit dem gemeinsam Helmut Hesse in Berlin Fälschungen beschafft hatte, wurde von der Jerusalemer Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem als Gerechter unter den Völkern geehrt. Wenn Hesse dies ebenfalls unter unmittelbarer Lebensgefahr getan hat, hätte diese Ehrung auch ihm zuteil werden können – vorausgesetzt, dass ein durch ihn Geretteter oder ein Zeuge seiner Aktivitäten das nach den Bestimmungen Yad Vashems überprüfbar beantragt hätte. Informationen über einen solchen Antrag gibt es indes nicht.
Ehrungen, aber kein Straßenname
Die Evangelische Kirchengemeinde Elberfeld hat 2008 in der Friedhofskirche ein Fenster gestalten lassen, das mit einem Zitat aus der Bergpredigt an Helmut Hesse erinnert: „Selig sind, die um Gerechtigkeit willen verfolgt werden“. Es zeigt aber weder ein Bild des Märtyrers noch eine thematische Darstellung seines Leidensweges. Hesses „Spuren und Wege“ soll der Betrachter ohne bildliche Darstellung selbst ergründen. Am 75. Todestag Helmut Hesses wurde außerdem vor der Kirche eine Gedenktafel für den Ermordeten aufgestellt. Die Diakonie Wuppertal hat eine Einrichtung für Menschen, die aufgrund psychischer Erkrankungen eine geschützte Umgebung mit professioneller Betreuung brauchen, nach Helmut Hesse benannt. Der Verein zur Erforschung der Sozialen Bewegungen im Wuppertal hat 2017 in der Bezirksvertretung den Antrag gestellt, die namenlose knapp 200 Meter lange baumbestandene schmale Grünfläche zwischen der Brunnenstraße und der Schreinerstraße, durch die ein Fußweg führt, offiziell „Helmut-Hesse-Park“ zu nennen. Die Wuppertaler Kommission „Kultur des Erinnerns“ lehnte das ab, weil der Platz „den Verdiensten von Hesse nicht angemessen" sei. Vom zeitweise geplanten Antrag auf Umbenennung eines Teils der Hochstraße oder der Alemannenstraße in unmittelbarer Nachbarschaft des ehemals Hesseschen Pfarrhauses hat der Verein abgesehen, weil dies mit Aufwand für die Anwohner verbunden gewesen wäre. Bliebe noch der bislang namenlose ebenfalls parkähnliche Vorplatz der Friedhofskirche Ecke Hochstraße/Alemannenstraße. Eine Mitarbeiterin der Wuppertaler Liegenschaftsverwaltung hatte der evangelischen Kirchengemeinde Elberfeld-Nord bereits 2018 vorgeschlagen, ihm den offiziellen Straßennamen Helmut-Hesse-Platz zu geben. Das ist bis heute aber nicht geschehen.
Biografien weiterer Gerechter unter den Völkern, die Häftlinge im KZ Dachau waren und andere interessante Artikel: Link
Quellen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Christen
https://praesesblog.ekir.de/helmut-hesse-ein-mutiger-der-erinnerung-verdient/
https://www.wz.de/nrw/wuppertal/gedenken-an-einen-helden-mit-makeln_aid-34708047
https://de.wikipedia.org/wiki/Heimtückegesetz
https://www.tagesspiegel.de/wissen/ein-leben-gegen-die-nazis-4624306.html
Helmut Hesse, Evangelische Kreuzkirche München-Schwabing, Markus Springer, abgerufen am 18.4.2026
https://www.njuuz.de/home/politik/fuer-einen-helmut-hesse-park-in-der-elberfelder-nordstadt/
https://collections.arolsen-archives.org/de/search/topic/1-1-6-2_01010602-073-214?s=helmut%20hesse
https://de.wikipedia.org/wiki/Hermann_Albert_Hesse
https://de.evangelischer-widerstand.de/html/view.php?type=kurzbiografie&id=57&l=de
https://zwingliusredivivus.wordpress.com/2025/07/26/the-anniversary-of-hesses-death/
Eberhard Röhrig: Widerstand und Theologie, Märtyrer Hesse, Wuppertaler Theologe. Veranstaltung der Else-Lasker-Schüler Gesellschaft, der City-Kirche Elberfeld und der Gewerkschaft ver.di am 1. April 2004
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