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Selige Märtyrer aus dem KZ Flossenbürg

Bildtexte: Der Zaun des Konzentrationslagers Flossenbürg nach der Befreiung. Foto: public domain; Blick über das KZ Flosenbürg nach der Befreiung durch die 99. US-Infanteriedivision Foto: public domain; Schematische Karte des Konzentrationslagers Flossenbürg. Grafik: OpenStreetMap-Mitwirkende, openstreetmap.org, CC BY-SA 2.0.; Innenansicht einer Baracke des KZ Flossenbürg im Mai 1945. Foto: public domain; Die Hinrichtungsstätte im Arresthof des KZ Flossenbürg. Foto: concordiadomi CC-AS 3.0

 

Selige Märtyrer aus dem KZ Flossenbürg von Klemens Hogen-Ostlender

63 ehemalige Häftlinge des Konzentrationslagers Dachau sind bisher als Selige zur Ehre der Altäre erhoben worden, einer davon, Titus Brandsma, sogar als Heiliger. Auch Märtyrern aus dem anderen bayerischen Konzentrationslager, Flossenbürg, wurde diese Ehre zuteil. Dieser Artikel versucht, einen Überblick über diese Männer zu geben, zumindest, soweit Quellen zugänglich sind. Die Liste ist daher nicht abschließend.

Sieben Märtyrer stammen aus der Gruppe französisches Zwangsarbeiter und Seelsorger, die in den Kriegsjahren 1944/45 in Deutschland getötet und im Dezember 2025 seliggesprochen wurden:

Marcel Carrier 

Marcel Carrier wurde am 29. April 1922 in Paris geboren. Schon in jungen Jahren trat er der Jeunesse Ouvrière Chrétienne, der Christlichen Arbeiterjugend bei. Er heiratete am 3. August 1940. Aus der Ehe gingen drei Töchter hervor. Nach seiner Einberufung zum Zwangsarbeitsdienst in Deutschland wurde er im August 1943 nach Weimar

geschickt. Er übernahm dort die Leitung der Katholischen Aktion und unterhielt zahlreiche Kontakte zu Führern und Priestern der Bewegung. Marcel Carrier pflegte eine ausführliche Korrespondenz und benutzt dabei einen Code, um nicht entdeckt zu werden. Außerdem gründete er eine Bibliothek für die Franzosen und war einer der wichtigsten Führer der Katholischen Aktion in Thüringen. Am 17. April 1944 wurde er in Weimar von der Gestapo verhaftet, weil seelsorgerische Betreuung für Franzosen in Deutschland nur erlaubt war, wenn es sich im kriegsgefangene Soldaten handelte. In Gotha wurde Marcel Carrier verhört und als staatsgefährdend vor Gericht verurteilt. Am 12. Oktober folgte die Deportation ins Konzentrationslager Flossenbürg. Er starb auf einem Evakuierungsmarsch am 6. Mai 1945 in Tachau (heute Tachov) im Egerland. Zwei Tage später war der Krieg zu Ende.

Henri Marrannes

Henri Marrannes wurde am 27. Juni 1923 in Ferrières-la-Verrerie in der Normandie geboren. Er arbeitete ab 1939 als Schreibmaschinenmechaniker und gründete einen Dienst für gegenseitige Hilfe und Solidarität für arme Familien. Am 6. November 1942 bot er sich anstelle eines verheirateten Familienvaters zum Arbeitseinsatz in Deutschland an und wurde nach Gera in Thüringen geschickt. Er bemühte sich dort sofort um den Aufbau der Katholischen Aktion, indem er Pfadfinder, Christliche Arbeiterjugend und Christliche Landjugend zu Treffen zusammenführte. In mehr als 240 Briefen forderte er Kameraden auf, zu studieren, um die Unmoral in den Arbeitslagern und die Unkenntnis über Glaubensfragen zu bekämpfen. Am 19. April 1944 wurde er verhaftet, verbotener katholischer Aktivitäten beschuldigt und nach fünfeinhalb Monaten im Gothaer Gefängnis am 12. Oktober in das KZ Flossenbürg deportiert. Nach nur fünf Tagen kam er ins Außenlager Zwickau. Dort musste er Teile für Wehrmachtsfahrzeuge und Torpedos in einer Fabrik herstellen, deren Leitung sich über den verwahrlosten Zustand der Häftlinge und die Seuchengefahr für ihre eigenen zivilen Arbeiter beschwerte. Am 4. April 1945 starb Henri Marannes im Lager.

Camille Millet

Camille Millet wurde am 20. Februar 1922 in Vertus im Osten Frankreichs geboren. Von 1940 bis 1942 arbeitete er als Gärtner, schloss sich der katholischen Jugendbewegung an, wurde Mitglied der Christlichen Arbeiterjugend und 1940 deren örtlicher Leiter. Als Zwangsarbeiter musste er ab Dezember 1942 bei einer Gärtnerei in Frankfurt arbeiten. Er hört nicht auf, sich in der Arbeiterjugend zu engagieren, zählte 1943 zu den Gründern von fünf lokalen Sektionen und organisierte ein regionales Treffen katholischer Führer in Nordthüringen. Es gelang ihm, die Genehmigung für die Rückkehr nach Frankreich zu erhalten. Am 19. April 1943 wurde er aber in Erfurt verhaftet, weil er einen Kapellenkoffer mit den Utensilien bei sich hatte, um heilige Messen feiern zu können. Die Gestapo

wertete das als Beweis seiner Schuld und der weiterer Kameraden. Im Gefängnis in Gotha waren sie zu elft in einer Zelle zusammengepfercht. Aus Blüten formten sie ein Kreuz, das die Blume der Jugend symbolisierte, die sie bald im Martyrium opfern würden. Vor diesem Kreuz beten alle gemeinsam. Am 25. September 1944 wurde Camille Millet wegen verbotener Tätigkeit im Zwangsarbeitsdienst verurteilt und am 12. Oktober ins KZ Flossenbürg deportiert. Er musste ebenfalls im Außenlager Zwickau in einer Waffenfabrik

arbeiten. Als er erkrankte und nicht mehr arbeiten kann, schickte die SS ihn nach Flossenbürg zurück. Dort starb er am 15. April 1945, neun Tage vor der Befreiung des Lagers.

Louis Pourtois

Louis Pourtois wurde am 24. Mai 1919 in Besançon in Ostfrankreich geboren. Bereits im Alter von acht Jahren engagierte er sich in der Pfarrgemeinde und beteiligt sich 1936 an der Gründung der Jugendbewegung „Cœurs Vaillants“ (Tapfere Herzen). 1940 übernahm er die Verantwortung für die entstehende Gruppe der Christlichen Arbeiterjugend in der Stadt. Am 7. Dezember 1942 musste er zum Zwangsarbeitsdienst nach Eisenach. Er leitete dort bald die Katholische Aktion und initiierte Theateraufführungen, Studienzirkel sowie Freizeitaktivitäten. Währenddessen arbeitet er 72 Stunden pro Woche in der Rüstungsindustrie. Am 19. April 1944 wurde er verhaftet und in Gotha verhört. Mit

elf Kameraden verurteilte ein Gericht ihn am 25. September 1944, weil seine katholische Tätigkeit eine Gefahr für den Staat und das deutsche Volk dargestellt habe. Am 12. Oktober wurde Louis Pourtois ins KZ Flossenbürg deportiert und einige Tage später ins Konzentrationslager Mauthausen in Österreich verschleppt. Dort starb er gesundheitlich schwer geschädigt am 20. April 1945 im Krankenrevier.

Jean Tinturier

Jean Tinturier wurde am 20. Februar 1921 in Vierzon in Zentralfrankreich geboren und nahm als junger Mann ein Theologiestudium auf, um Priester zu werden. Als er 1943 zum Zwangsarbeitsdienst in Deutschland sollte, erhielt er einen Aufschub, um eine dafür notwendige Ausbildung zum Fräser und Dreher machen zu können. Das sollte ihm helfen, in Deutschland zu verbergen, dass er Seminarist war. Am 21. September 1943 trat er mit drei anderen Seminaristen eine Stelle als Dreher in Schmalkalden in Thüringen an. Einmal im Monat organisierte er dort eine französische Messe für etwa 150 katholische Arbeiter, war Verbindungsmann zur Untergrundorganisation der Christlichen Arbeiterjugend sowie zu Priestern und Seminaristen der Nachbarstädte Eisenach, Gotha und Erfurt. Er förderte außerdem Studientreffen. Als sich im März 1944 die Nachricht verbreitete, dass die Gestapo ihnen auf den Fersen war, stellte Jean um seine Kameraden zu retten die Aktivitäten der Gruppe nach außen hin ein, wurde aber trotzdem am 18. April

verhaftet und wegen illegaler Aktivitäten verurteilt. Nach der Verschleppung in das Konzentrationslager Flossenbürg deportiert kam er ins KZ Mauthausen und schließlich nach Auschwitz. Als dort die Rote Armee näher rückte, transportierte die SS ihn nach Mauthausen zurück, wo er am 16. März 1945 mit einem Stück Holz in der der Hand, in das er zehn Kerben gemacht hatte, schwerkrank starb. Es war sein Rosenkranz.

André Vallée

André Vallée wurde am 9. November 1919 in Mortagne au Perche in der Normandie geboren. 1934 trat er als Maschinenführer in einer Druckerei der Christlichen Arbeiterjugend ein. Er schloss sich auch der Katholischen Aktion an. Im Juni 1940 wurde er zur Armee einberufen, geriet in Poitiers in deutsche Gefangenschaft und arbeitete nach seiner Entlassung in einem Jugendlager in der Auvergne. Im November 1942 wurde er als dienstverpflichteter Zwangsarbeiter nach Gotha in Thüringen. Gleich nach seiner Ankunft macht er drei weitere Mitglieder der Katholischen Aktion ausfindig, mit denen er eine erste Reflexionsgruppe gründet. Die Sektionen, die er mit seinem Bruder Roger aufbaute, wuchsen bald auf 60 Mitglieder an. Die Brüder teilten sich gegenseitig ihre  Hilfsdienste auf, André besucht die Kranken in den Kliniken und kümmerte sich auch um die Bibliothek, die sie eingerichtet hatten, obwohl der Versand von Büchern aus Frankreich verboten war. Man übte christliche Lieder ein, organisiert heilige Messen zur geistlichen Unterstützung von Landsleuten und traf sich alle zwei Monate zu Kontakten mit den Verantwortlichen der Arbeiterjugend anderer Regionen. All das geschah im Untergrund. André wurde verhaftet, als die Gestapo ihm auf die Spur gekommen war, am 12.Oktober 1944 ins Konzentrationslager Flossenbürg deportiert und von dort dem Außenlager Leitmeritz im damaligen Protektorat Böhmen und Mähten zugeteilt. Dort starb er von den unmenschlichen Bedingungen der Gefangenschaft ausgezehrt. Sein Todestag war nach Zeugenaussagen wahrscheinlich der 31. Januar 1945. Er wurde aber erst am 15. Februar 1945 in Flossenbürg als „Angang“ registriert.

Roger Vallée

Roger Vallée, Andrés Bruder, wurde am 13. Dezember 1920 ebenfalls in Mortagne-au-Perche in der Normandie geboren. Nach dem Besuch der Grundschule trat er 1933 in das Kleine Seminar und 1940 in das Priesterseminar im normannischen Sées ein, wo er im Juni 1943 die niederen Weihen empfing. Zur Zwangsarbeit in Deutschland später als André eingezogen kam er im  August 1943 wie sein Bruder nach Gotha an, und unterstützte ihn dort bei seinem Apostolat. Roger kümmerte sich vor allem um die

Entwicklung von wöchentlichen Studienkreisen, organisierte örtliche  Sammlungen zur Unterstützung der Christlichen Arbeiterjugend und nahm an regionalen Treffen teil. Weil heiligen Messen für Ausländer polizeilich verboten waren, wurde  Roger Vallée am 1. April 1944 festgenommen, verhört und mit zehn Kameraden in das Gefängnis von Gotha eingeliefert. Alle wurden beschuldigt, durch ihre katholische Tätigkeit bei französischen Kameraden eine Gefahr für den deutschen Staat und das deutsche Volk gewesen zu sein. Roger Vallée wurde am 12. Oktober 1944 ins KZ Flossenbürg deportiert und starb dort schon zweieinhalb Wochen später 29. Oktober 1944. 

Marcel Callo 

Marcel Callo wurde am 6. Dezember 1921 in Rennes, der  Hauptstadt der Bretagne, geboren. Er wuchs in einer religiös geprägten kinderreichen Familie auf, arbeitete aktiv bei den katholischen Pfarfindern mit und trat mit 13 Jahren der Christlichen Arbeiterjugend bei.  Zum obligatorischen Arbeitsdienst ging er als 22-jähriger nach einem gemeinsam in der Arbeiterjugend getroffenen Beschluss nach Zella-Mehlis im Süden Thüringens. Seiner Familie sagte er zum Abschied: „Ich gehe nicht als Deportierter, ich gehe als Missionar“.

Er lebte fortan in einem Arbeitslager und tat Dienst in der Waffenfabrik Walter. Im Lager sammelte er seine Kameraden zum Gottesdienst und war als Krankenpfleger und Chorleiter in der Christ-König-Kirche in Zella-Mehlis tätig. Er gründete eine katholische Aktionsgruppe aus französischen Jungarbeitern und Pfadfindern. Die Gestapo verhaftete ihn mit der Begründung, er habe sich durch seine katholischen Aktivitäten als Schädling für die Herrschaft der nationalsozialistischen Partei und für das Heil des deutschen Volkes erwiesen. Marcel Callo war für fünf Monate im Gefängnis in Gotha in Haft. Danach wurde er mit mehreren Kameraden zunächst ins KZ Flossenbürg deportiert. Über Hof kam er dann ins Konzentrationslager Mauthausen in Österreich und schließlich wurde er weiter ins nahegelegene KZ Gusen II geschickt. Dort musste er in einer unterirdisch verlagerten Fabrik in der Montage von Düsenflugzeugen des Typs Me 262 arbeiten. Nach wenigen Monaten der Ausbeutung  wurde er in das „Krankenrevier“, das Sanitätslager beim KZ  Mauthausen überstellt, wo er am 19. März 1945 starb. Aus Deutschland schrieb er zahlreiche Briefe an seine Eltern, seinen Bruder Jean und seine Verlobte Marguerite Derniaux. 70 davon bis heute als Glaubenszeugnisse und Beschreibungen seines Alltags erhalten. Marcel Callo gehörte ursprünglich zu Gruppe seiner 50 Landsleute, die im Dezember 2025 zur Ehre der Altäre erhoben wurden. Sein Verfahren wurde aber auf Veranlassung seines Bischofs abgetrennt, um eine frühere Seligsprechung zu ermöglichen. Papst Johannes Paul II. vollzog sie dann bereits 1987.

Odoardo Focherini

Odoardo Focherini wurde am 6. Juni 1907 in der norditalienischen Stadt Carpi geboren, in der sein Vater Tobia eine Eisenwaren-Handlung betrieb. Aus tiefem Glauben heraus engagierte Odoardo sich in der Laienbewegung „Katholische Aktion. 1928 wurde er Präsident des katholischen Jungmännerbundes, 1936 Präsident der Katholischen Aktion seiner Diözese. 1930 heiratete er Maria Marcheso (1909 – 1989). Das Paar bekam sieben Kinder. Ab 1934 arbeitete er für eine katholische Versicherungsgesellschaft in Verona und wurde 1939 in Bologna Geschäftsführer der katholischen Tageszeitung „L’Avenire d’Italia“ (Zukunft Italiens). 1937 verlieh ihm Pius XI. das Ritterkreuz des päpstlichen Sylvesterordens. 1938 stellte Focherini bei seiner Zeitung einen Juden namens Giacomo Lampronti ein, der wegen der italienischen Rassengesetze seine alte Arbeit verloren im vorherigen Job verloren hatte. Zwei jüdischen Flüchtlingen aus Polen verhalf er 1942 zum Grenzübertritt nach Spanien. Als nach der deutschen Besetzung auch in Italien die Deportationen begannen, organisierte Odoardo mit anderen die Flucht von mindestens 105 Juden in die Schweiz und ins von den Alliierten schon befreite Süditalien. Am 11. März 1944  wurde er von italienischen Faschisten verhaftet. Über Modena, Bologna sowie die italienischen Lager Fossoli und Gries bei Bozen wurde er am 5. September ins KZ Flossenbürg verschleppt. Einen Monat später musste er im Außenlager Hersbruck. Bei Nürnberg Zwangsarbeit leisten. Eine unbehandelte Verletzung am Bein führte zu einer Blutvergiftung, an der er Odoardo Focherini am 27. Dezember 1944 starb. 2013 wurde er seliggesprochen.

Verfahren für Franciszek Blachnicki läuft

Der 1917 in Gleiwitz (heute Gliwice) geborene Franciszek Blachnicki, der die Licht-Leben-Bewegung gründete, wurde von der Gestapo 1940 verhaftet, zunächst nach Auschwitz deportiert, später aber über verschiedene andere Haftorte ins Flossenbürger Außenlager Lengenfeld bei Zwickau verschleppt, wo er 185 von der US-Amee befreit wurde.1950 empfing er die Priesterweihe in Kattowitz. Nach der Teilnahme an einem Kongress katholischer Erneuerungsbewegungen durfte er nicht nach Polen zurückkehren und ließ sich in Carlsberg in Rheinland-Pfalz nieder. Sein plötzlicher Tod 1987 wurde zunächst auf eine Embolie zurückgeführt, aber durch eine Autopsie nach der Exhumierung seines Leichnams stellte sich heraus, dass er an einer Vergiftung gestorben war. In Warschau ist man sich sicher, dass der polnischen, kommunistischen Geheimdienst ihn ermordete. Das Verfahren zu seiner Seligsprechung wurde 1995 eröffnet.

Evangelische Märtyrer

Der am 4. Februar 1906 in Breslau Märtyrer Dietrich Bonhoeffer war als lutherischer Theologe ein prominenter Vertreter der Bekennenden Kirche und am Widerstand gegen den Nationalsozialismus beteiligt. Er wurde nach dem Attentat auf Adolf Hitler vom 20. Juli 1944 verhaftet, Anfang April 1945 ins Konzentrationslager Flossenbürg gebracht und dort am 9. April durch Erhängen hingerichtet.

Der am 5. Juni 1888 in Bottendorf bei Kassel geborene Georg Maus gehörte seit 1934 ebenfalls zur regimekritischen Bekennenden Kirche. Nachdem er Bombenangriffe auf Wuppertal als Strafe Gottes bezeichnet hatte, geriet er ins Visier der Gestapo. 1944 wurde Maus denunziert, weil er im Religionsunterricht bekräftigt hatte, das Liebesgebot Christi gelte auch für die Engländer, die Bombenangriffe flogen. Als er ohne Nahrung ins KZ Dachau transportiert werden sollte, verhungerte Maus unterwegs. Sein Leichnam wurde bei Plauen im Vogtland aus dem Zug geworfen, in Lichtenfels auf dem Friedhof beerdigt und 1960 auf die Ehrengedenkstätte des ehemaligen KZ Flossenbürg umgebettet.

 

 

 

 

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