

Foto: Mauer mit Stacheldraht der Gedenkstätte des KZ Dachau, Foto Verein Selige Märtyrer von Dachau e.V.
Im Jahr 2026 möchten wir in einer neuen Serie beispielhaft verschiedene "Gerechte unter den Völkern" vorstellen, die Häftlinge im KZ Dachau waren. Dafür geht der Blick über die Märtyrer und Geistlichen unter den Häftlingen des KZ Dachau hinaus. Klemens Hogen-Ostlender stellt unterschiedliche Männer in biografischen Artikeln vor. Ihnen gemeinsam ist das Riskieren ihres Lebens um verfolgten Juden zu helfen.
In unserer Zeit, in der der Antisemetismus wieder Boden zu gewinnen scheint, sind sie uns alle Vorbilder in ihrem Einsatz, unabhängig von ideologischen und weltanschaulichen Motivationen. Die Schnittmenge zu den seligen Märtyrern von Dachau, den Geistlichen unter den Häftlingen des KZ Dachau und den anerkannten Märtyrern unter den Häftlingen des KZ Dachau ist erstaunlich groß.
Diese Männer sind wichtige Vorbilder für unsere Gesellschaft heute. Mit ihren Biografien werden weitere Häftlinge des KZ Dachau beispielhaft der Anonymität der großen Zahl von 200.000 Häftlingen entrissen und eine weitere wichtige und bisher kaum beachtete Gruppe der Häftlinge vorgestellt.
Text von Klemens Hogen Ostlender:
Gerechte unter den Völkern aus dem KZ Dachau
Der Staat Israel schuf 1953 den Ehrentitel „Gerechter unter den Völkern“ für Menschen, die unter Einsatz ihres Lebens Juden vor der Verfolgung durch Nationalsozialisten gerettet haben. Die Jerusalemer Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem hat auch ehemalige Häftlinge aus dem Konzentrationslager Dachau auf diese Weise ausgezeichnet – nicht nur, aber auch, Männer aus dem Priesterblock, sondern auch Gefangene beiderlei Geschlechts aus der großen Zahl der Laien, die im KZ eingekerkert waren. Geehrte bekommen eine Plakette mit einem hebräischen Zitat. Es lautet in der Übersetzung „Wer immer ein Menschenleben rettet, hat damit gleichsam eine ganze Welt gerettet.“ Gerechte unter den Völkern erhalten in Anerkennung für ihre Taten außerdem die israelische Ehrenbürgerschaft und wenn sie verstorben sind, auch die Staatsangehörigkeit im Gedenken.
Bis zum Jahr 2025 haben 28.486 Menschen aus 51 Ländern diese Ehrung erhalten.
Um finanzielle Unterstützung wird gebeten.
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