75 Todestag P. Titus Brandsma


Titus Brandsma
Am 26.07.1942 starb der nie­der­län­di­sche Kar­me­li­ter­pa­ter Titus Brandsma im KZ Dachau.
Der 75. Jah­res­tag sei­nes Todes lädt uns ein, die­sen beein­dru­cken­den Seli­gen ken­nen zu ler­nen.
Er ist der erste der Dach­au­mär­ty­rer, der selig gespro­chen wurde, schon 1985.
Von einer sehr tie­fen Got­tes­be­zie­hung geprägt,  führte der Ordens­mann ein enga­gier­tes Leben im Dienst an der Wis­sen­schaft und den Mit­men­schen,  bis zu sei­nem Tod.
Als Pro­fes­sor für Phi­lo­so­phie erforschte er die mit­tel­al­ter­li­che Mys­tik der Nie­der­lage.
Als Jour­na­list schrieb er uner­müd­lich,  auch um schon sehr früh vor dem Natio­nal­so­zia­lis­mus in Deutsch­land zu war­nen.
Seine Hilfs­be­reit­schaft für alle war sehr groß gegen­über jeder­mann vom Bischof über den Stu­den­ten bis zur bedürf­ti­gen Witwe.
Ver­haf­tet wurde er wegen sei­nes Ein­sat­zes für die Pres­se­frei­heit in den Nie­der­lan­den unter der deut­schen Besat­zung des Welt­krie­ges.
In Gefan­gen­schaft legte er Zeug­nis für sei­nen Glau­ben ab und trug bewe­gend gedul­dig und mit Humor was ihm ange­tan wurde.
Im KZ  enga­gierte er sich bis zur Erschöp­fung um Kame­ra­den zu trös­ten und auf­zu­bauen.
Möge er uns Für­spre­cher und Vor­bild sein in der Liebe zu Gott und zum Mit­men­schen.
Seli­ger Titus Brandsma, bitte für uns!
Linke zur Seite mit sei­ner Bio­gra­fie
Monika Neu­dert, Dachau 20.07.2017

Gottesdienst in Dachau


Einladung 6.8.17

im Nach­gang zum Fest am 12.06.2017 in Mün­chen zur Ein­füh­rung des Fes­tes Selige von Dachau,

wird es auch in Dachau einen Got­tes­dienst geben.

 

Am 06.08.2017 zele­briert Weih­bi­schof Dr. Bern­hard Haßl­ber­ger

um 9.00 Uhr in der Todesangst-Christi-Kapelle auf dem Gelände der Gedenk­stätte des KZ Dachau einen Gedenk­got­tes­dienst zu Ehren der Seli­gen Mär­ty­rer von Dachau.

runde Gedenktage Juli 2017

  1. Todes­tage im Juli 2017:

Vor 75 Jah­ren star­ben im Hun­ger­som­mer der inhaf­tier­ten Pries­ter 1942 im KZ Dachau fol­gende Selige:

 

Seli­ger P. Titus Brandsma O.Carm.

+ 26.07.42 KZ Dachau

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selige pol­ni­sche Mär­ty­rer:

 

Seli­ger Jan Nepo­mu­cem Chrzan, (1885—1942)

Pries­ter der Diö­zese Gniezno, Pfar­rer, Dekan

+: 01.07.1942 im KZ Dachau

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Seli­ger Br. FELIKS CHOJNACKI (HIERONIM)

Ordens­bru­der, Kapu­zi­ner (OFM­Cap)

+: 09 .07.1942 im KZ Dachau

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Seli­ger P. WOJCIECH GONDEK (KRYSTYN), (1909—1942)

Ordens­pries­ter, Fran­zis­ka­ner (OFM)

+: 23. 07.1942 im KZ Dachau

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Seli­ger MICHAL OZIEBLOWSKI (1900—1942)

Pries­ter der Erz­diö­zese Wars­zawa (War­schau), Vikar

+: 31.07. 1942 im KZ Dachau

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 Selige Mär­ty­rer von Dachau bit­tet für uns!

Märtyrer heute

Anläs­sich der fei­er­li­chen Ein­füh­rung des Gedenk­ta­ges Selige Mär­ty­rer von Dachau, gab Frau Monika Neu­dert, Spre­che­rin des Freun­des­kreis Selige aus dem KZ Dachau,  ein Inter­view beim Baye­ri­schen Rund­fung, Kir­chen­re­dak­tion. Ein Aus­schnitt dar­aus wurde auf B5 am 12.06.2017 mehr­fach gesen­det.

Zur Vor­be­rei­tung die­ses Inter­view wur­den Gedan­ken zur Bedeu­tung der christ­li­chen Mär­ty­rer für unsere Zeit for­mu­liert:

Frage: Warum sind christ­li­che Mär­ty­rer für uns heute wich­tig?

Bei­trag für das Inter­view mit BR5 am 12.06.2017

Mär­ty­rer bedeu­tet Glau­bens­zeuge, Zeuge von Tod und Auf­er­ste­hung Jesu Christi.

Genau sol­che Zeu­gen sind heute sehr sel­ten gewor­den.

Die christ­li­chen Mär­ty­rer unter den poli­ti­schen Gefan­ge­nen des KZ Dachau, kön­nen uns mit dem Bei­spiel Ihres Lebens, Lei­dens und Ster­ben ein gutes Vor­bild sein. Wenn christ­li­cher Glaube in die­sen Extrem­si­tua­tio­nen Halt und Hilfe war, kann er auch uns heute hel­fen.

In der, für uns unvor­stell­ba­ren Hölle des KZ Dachau, waren 2800 Geist­li­che aus dem gan­zen Reich inhaf­tiert. Unter ihnen waren Män­ner Got­tes, die ihren Glau­ben in die­ser Lage inten­siv leb­ten. Mit Got­tes Hilfe fan­den diese Mär­ty­rer Kraft im Glau­ben durch Gebet, Eucha­ris­tie, Beichte, und die Worte der Bibel. Einige berich­ten in die­ser Situa­tion des KZ Gott näher gekom­men zu sei. In Brie­fen nach Hause schrei­ben Sie von inne­rem Frie­den, Freude und Hoff­nung. Wir lesen von Liebe zu Gott und die Bereit­schaft zur Hin­gabe. Diese Hin­gabe war es auch, die ihnen Kraft gab, ihr Leben in Got­tes Hände zu legen und im Ster­ben auf das Leben nach dem Tod und Gemein­schaft mit Gott zu ver­trauen.

Die 56 selig gespro­che­nen Mär­ty­rer des KZ Dachau sind für uns große Vor­bil­der, sie fan­den Kraft ihren Fein­den zu ver­zei­hen wie Pfar­rer Georg Häf­ner, der schrieb: „Wir wol­len allen alles ver­zei­hen.“, oder der pol­ni­sche Weih­bi­schof Michal Kozal, der seine Kame­ra­den auf­for­derte den sogar deut­schen SS-Leuten zu ver­zei­hen.

Durch ihr gemein­sa­mes Lei­den, rin­gen und  beten leb­ten sie Ver­söh­nung zwi­schen den im Krieg ver­fein­de­ten Natio­nen und auch zwi­schen den christ­li­chen Kon­fes­sio­nen.

Einige fan­den Kraft Mit­häft­lin­gen zu hel­fen, als Seel­sor­ger und auch in kon­kre­ten Nöten, z.B. als Pfle­ger der Typhus­kran­ken kurz vor Kriegs­ende. Dabei nah­men über 30 Geist­li­che bewusst die Anste­ckung und den Tod durch Typhus auf sich, um den ster­ben­den  Kame­ra­den bei­zu­ste­hen. Dazu gehö­ren der pol­ni­sche Kaplan Ste­fan Vin­centy Fre­li­chow­ski und P. Engel­mar Unzei­tig, ein Mari­an­hil­ler Mis­sio­nar, der erst im letz­ten Sep­tem­ber selig gespro­chen wurde.

Die Ein­füh­rung des Gedenk­ta­ges Selige von Dachau erfüllt mich mit gro­ßer Freude. Heute schaut die Erz­diö­zese M+F nach Dachau. Ich hoffe um dort Vor­bil­der und Für­spre­chen zu ent­de­cken für unser Leben heute.“

 

Monika Neu­dert

Grußwort P. Benninghaus

Aus Anlass des 75. Todes­ta­ges des Dach­au­mär­ty­rers P. August Ben­ninghaus SJ, fin­den am 20.07.2017 in Ankum Fei­er­lich­kei­ten statt.

Film über P. Ben­ninghaus auf youtube

18.30  Uhr Hl. Messe in St. Niko­laus Ankum

19.30 Uhr Haus Kirch­burg, Ankum

Ver­lei­hung des August-Benninghaus-Preises 2017

Vor­trag von Prä­lat Prof. Dr. Hel­mut Moll

„vor 75 Jah­ren in Dachau gestor­ben. Jesui­ten­pa­ter Augus­tin Ben­ninghaus (1880-1942), aus Druch­horn dem Ver­ges­sen ent­rei­ßen!“

Zu die­ser Gele­gen­heit ver­fasste Monika Neu­dert, Spre­che­rin des Freun­des­krei­ses Selige aus dem KZ Dachau, ein Gruß­wort

Link zum Gruß­wort

ebenso  Frau Monika Kaiser-Haas, die Nichte des Seli­gen Karl Leis­ner

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