Seliger P. Titus Brandsma


Gedenk­tag: 27. Juli

 Tages­ge­bet
Gott, du hast dem seli­gen Titus den Geist des Mutes ver­lie­hen,
trotz ernied­ri­gen­der Ver­fol­gung und Todes­dro­hung für die
Frei­heit der Kir­che und die Würde des Men­schen ein­zu­tre­ten.
Höre auf seine Für­spra­che und hilf uns, dass wir in der Erwar­tung
dei­nes Rei­ches der Gerech­tig­keit und des Frie­dens treu
zum Evan­ge­lium ste­hen und dich in den Bedräng­nis­sen des
Lebens als den Barm­her­zi­gen erken­nen. Darum bit­ten durch
Jesus Chris­tus.  Amen.
Lesung Weish 8,1-9
Evan­ge­lium Lk 6,27-36
Für­bit­ten
Gott, unser Vater, immer wie­der wer­den Men­schen Opfer ihrer
gewalt­tä­ti­gen Mit­men­schen, aber immer wie­der erweist du
dich in den Mär­ty­rern als der Stär­kere und lei­dest von neuem.
Auf die Für­spra­che des seli­gen Titus bit­ten wir dich:

Mach deine Kir­che zu einem Hort der Frei­heit, der Men­schen­rechte und zu einer uner­schro­cke­nen Ver­tei­di­ge­rin
des Lebens.

Schenke den Gewalt­herr­schern Ein­sicht und hilf ihnen, dass sie auch ihre Geg­ner ach­ten kön­nen.
Hilf den Jour­na­lis­ten und den Medi­en­schaf­fen­den, dass sie den Mut haben, in ver­ant­wor­tungs­vol­ler und ehr­li­cher
Weise ihren Anteil an der öffent­li­chen Mei­nung bei­zu­tra­gen.

Gib uns die Kraft, die Anders­ar­tig­keit unse­rer Mit­men­schen zu ertra­gen und auch in ihnen Got­tes Kin­der zu erken­nen.
Güti­ger Gott, du hast uns im seli­gen Titus Brandsma ein Bei­spiel
wah­rer Nächsten- und Fein­des­liebe geschenkt. Auf seine
Für­bitte gewähre uns die Gnade, dass auch wir unse­ren Fein­den
ver­zei­hen kön­nen, durch Chris­tus, unse­ren Herrn. Amen.
Zum Nach­den­ken
„Wir leben in einer Welt, in der man sogar die Liebe ver­ur­teilt und als Schwä­che bezeich­net, die besei­tigt wer­den muss, über die der Mensch hin­weg­kom­men muss. Nicht Liebe, son­dern Ent­fal­tung der eige­nen Kraft gilt. Lass jeden so stark wie mög­lich sein, lass die Schwa­chen unter­ge­hen. Die Zeit für das Chris­ten­tum mit sei­ner Pre­digt der Liebe ist vor­bei, es muss
ersetzt wer­den durch die alte ger­ma­ni­sche Kraft. Mit die­sen Dog­men tre­ten sie auf, und es gibt Men­schen, die dafür sehr
emp­fäng­lich sind. Die Liebe wird ver­kannt… Wenn auch das neue Hei­den­tum die Liebe nicht mehr will, wir wer­den – ein­ge­denk der Geschichte – den­noch mit der Liebe das Hei­den­tum über­win­den und unsere Liebe nicht preis­ge­ben. Die Liebe wird uns das Herz der Hei­den wie­der­ge­win­nen las­sen. Die Natur geht über die Lehre. Lass die Theo­rie die Liebe ver­wer­fen und ver­ur­tei­len, sie als Schwä­che bezeich­nen, die Pra­xis des Lebens wird diese immer wie­der eine Kraft sein las­sen, die die Her­zen der Men­schen über­win­det und gefan­gen hält.“ seli­ger P. Titus Brandsma

Der SELIGE TITUS BRANDSMA ist der erste selig gespro­chene Mär­ty­rer des Kon­zen­tra­ti­ons­la­gers Dachau. Gebo­ren
1881 in Bols­ward (Nie­der­lande) wurde er 1898 Kar­me­lit (O.Carm.). Nach Abschluss sei­ner Stu­dien war er Pro­fes­sor an der Uni­ver­si­tät Nim­we­gen und kirch­li­cher Bera­ter der katho­li­schen Jour­na­lis­ten. Vor und wäh­rend der natio­nal­so­zia­lis­ti­schen Besat­zungs­zeit kämpfte er in Treue zum Evan­ge­lium gegen die Ver­brei­tung der natio­nal­so­zia­lis­ti­schen Ideo­lo­gie und setzte sich für die Frei­heit der katho­li­schen Schu­len und für die Pres­se­frei­heit
in den Nie­der­lan­den ein. Des­halb wurde er fest­ge­nom­men und in das Kon­zen­tra­ti­ons­la­ger Dachau ein­ge­lie­fert. Hier wie schon vor­her in den ver­schie­de­nen Gefäng­nis­sen ver­brei­tete er Hei­ter­keit, sprach den Mit­häft­lin­gen Mut zu und betete
für seine Pei­ni­ger. Nach vie­len Lei­den und Ernied­ri­gun­gen wurde er am 26. Juli 1942 in Dachau getö­tet. Papst Johan­nes
Paul II. sprach ihn am 3. Novem­ber 1985 selig. Trotz aller Bos­heit, die der selige Titus zu erlei­den hatte, ver­lor
er nie den Glau­ben an die Liebe Got­tes; so war er fähig, sei­nen Mit­häft­lin­gen Mut zu machen und für seine Pei­ni­ger zu beten.
Auf seine Für­spra­che mögen auch wir ler­nen, unse­ren Fein­den zu ver­zei­hen, denn auch wir bedür­fen stän­dig der
Ver­ge­bung Got­tes.
Herr Jesus Chris­tus, auf die Bos­heit der Men­schen hast du mit Liebe und Erbar­men geant­wor­tet.
Noch vom Kreuz herab hast du dei­nen Pei­ni­gern ver­ge­ben.
Mach uns auf die Für­spra­che des seli­gen Titus fähig, dir ähn­lich zu wer­den.

Texte wurde mit Dank über­nom­men vom Kar­me­li­ter­or­den

 

wei­tere Gebete:

Tages­ge­bet

Gott unser Vater, Quelle und Ursprung allen Lebens, du gabst dem seli­gen Titus den Geist des Mutes,

die Würde des Men­schen und die Frei­heit der Kir­che gerade in den Qua­len der ernied­ri­gen­den Ver­fol­gung und des Todes zu ver­kün­den.

Schenke auch uns die­sen Geist, so dass wir ange­sichts des Kom­mens dei­nes König­rei­ches der Gerech­tig­keit und des Frie­dens uns des Evan­ge­li­ums nicht schä­men,

son­dern fähig sind, deine Liebe und Barm­her­zig­keit in allen Lebens­la­gen zu erken­nen.

Darum bit­ten wir dich durch Chris­tus unsern Herrn. Amen.

Quelle: Bis­tums­hand­buch der Kir­chen­site des Bis­tums Müns­ter

Gebete

Gott, Du Quell und Ursprung des Lebens, Du hast dem seli­gen Titus

Brandsma den Geist des Mutes ver­lie­hen, trotz ernied­ri­gen­der Ver­fol­gung

und Todes­dro­hung für die Frei­heit der Kir­che und die Würde des Men­schen

ein­zu­tre­ten. Höre auf seine Für­spra­che und hilf uns, dass wir in der

Erwar­tung Dei­nes Rei­ches der Gerech­tig­keit und des Frie­dens treu zum

Evan­ge­lium ste­hen und Dich in den Bedräng­nis­sen des Lebens als den

Barm­her­zi­gen erken­nen. Darum bit­ten wir durch Chris­tus unse­ren Herrn.

Amen.

 

Gebet:

Gott, Vater im Him­mel, immer wie­der willst Du durch Dein Wort und durch Dei­nen Geist zu mir kom­men.

Du willst mich zu der Ein­sicht fuh­ren, dass ich Wesent­li­ches vom Unwe­sent­li­chen zu unter­schei­den ver­mag.

Du willst mich mit Dei­nem Geist erfül­len, so dass ich nicht ver­sage, wenn Schläge mich tref­fen.

Ich wende mich an Dich, Vater, und gedenke dabei der seli­gen Jung­frau Maria, die zutiefst aus ihrem Glau­ben her­aus gelebt hat.

Aber ich gedenke auch des seli­gen Titus Brandsma.

Er war ein Mann der Ver­söh­nung.

Dei­nen Wil­len zu erfül­len und den christ­li­chen Prin­zi­pien treu zu blei­ben, war sein Bestre­ben.

Und dazu war er zutiefst ein Mensch, vol­ler Ver­ständ­nis für alle, die um seine Hilfe baten.

Von ihm kann gesagt wer­den, was die Bibel vom Pro­phe­ten Elias sagt:

„Er eiferte für die Sache Got­tes.“

Seine große Anteil­nahme an der Not der Men­schen drängt auch mich zum Beten.

Darum, Vater im Him­mel, bitte ich Dich, nimm mein Beten an.

Gib mir Ein­sicht und Dei­nen guten Geist, dass ich nach Dei­nem Wil­len, der auch von

mir erfüllt wer­den muss, leben kann, in guten und in bösen Tagen, in Liebe und Leid.

Darum bitte ich durch Chris­tus, unse­ren Herrn. Amen.

Quelle: Bro­schüre: Der selige Kar­me­lit Titus Brandsma Mär­ty­rer in Dachau, Gedächt­nis­stätte in Sankt-Mariä-Geburt Essen-Frohnhausen

Gebet:

Güti­ger Gott! Du hast uns im seli­gen Mär­ty­rer Titus Brandsma ein Bei­spiel wah­rer Nächsten- und Fein­des­liebe geschenkt.
Hilf mir, dass ich den Mut auß­ringe, nach mei­nem Gewis­sen zu han­deln, wo es erfor­der­lich ist.
Erzeige denen deine Güte, die mit ihrer Schuld nicht fer­tig wer­den, und hilf ihnen, an deine Barm­her­zig­keit zu glau­ben.
Stehe den Opfern von Fol­ter und Miss­hand­lun­gen bei und stärke sie, damit sie nicht ver­bit­tert wer­den und in Hass ver­här­ten.
Erleuchte die Men­schen, die im Bereich der Medien tätig sind, damit sie der Wahr­heit ver­pflich­tet blei­ben und dort Mah­nen­des sagen, wo es not­wen­dig ist. Lass sie in dem Bewusst­sein arbei­ten, dass sie Ver­ant­wor­tung tra­gen für das Klima der Gesell­schaft. Amen

Quelle: JAEGER, Helga-Maria M., Gott lebt! Sie sind seine Zeu­gen. Band I: Hei­lige und Selige des Kar­mel; S. 275

 

Aus dem Kalen­da­rium der Eigen­fei­ern des Bis­tums Müns­ter, 27.07.

RESPONSORIUM, Röm 8,35.28.18

R Was kann uns schei­den von der Liebe Christi?
Bedräng­nis oder Not oder Ver­fol­gung, Hun­ger
oder Kälte, Gefahr oder Schwert? * Gott führt bei
denen, die ihn lie­ben, alles zum Guten.
V Ich bin über­zeugt, dass die Lei­den der gegen-
wär­ti­gen Zeit nichts bedeu­ten im Ver­gleich zu der
Herr­lich­keit, die an uns offen­bar wer­den soll.
Ora­tion

Gott, unser Vater,
du gabst dem seli­gen Titus den Mut,
die Würde des Men­schen und die Frei­heit derOra­tion Gott, unser Vater,
du gabst dem seli­gen Titus den Mut,
die Würde des Men­schen und die Frei­heit der Kir­che
in der Ver­fol­gung zu ver­kün­den.
Auf seine Für­spra­che bit­ten wir dich,
dass auch wir fähig sind,
deine Liebe und Barm­her­zig­keit in allen Lebens­la­gen zu erken­nen.
Durch unse­ren Herrn Jesus Chris­tus, dei­nen
Sohn, der mit dir lebt und herrscht in der Ein­heit
des Hei­li­gen Geis­tes, Gott, von Ewig­keit zu Ewig­keit.

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