Bruder Józef Zaplata


 

Seli­ger Bru­der Józef Zaplata, (1904—1945)

(in der Lite­ra­tur auch als Josef Zaplata)
Ordens­bru­der der Klei­nen Brü­der vom Hei­ligs­ten Her­zen Jesu, Zrgromadze­nie Braci Serca Jezu­so­wego, Magis­ter
geb: 05.03.1904 in Jerka, Wie­l­ko­pols­kie (Polen)

Ver­haf­tet am 06.10.1939 in Poznan /Posen)[1], gefan­gen im Gefäng­nis Posen, in den KZs Dachau und Gusen

Ab 02.08.1940 KZ Dachau, Häft­lingsnr: 22 099[2]

+: 19.02.1945 im KZ Dachau an Typhus, fast 41 Jahre alt

Gedenk­tag: 19.02.

Bio­gra­fie: 

Der selige Bru­der Józef Zaplata wurde am 5. Januar 1904 in Jerka gebo­ren. 1909 zog seine Fami­lie nach Wro­nowo um. Józef besuchte die Volks­schule in Turew, die er 1918 been­dete. 1927 ging er ins Klos­ter in Pusz­czy­kowo. In den 30ger Jah­ren ver­rich­tete er dort des Dienst des  Küs­ter. Er war auch Vor­ste­her in der Eli­sa­beth­kir­che in Lwów (Lem­berg). [3] Spä­ter arbei­tete Bru­der Josef als Pfört­ner im Ordi­na­riat bei Kar­di­nal August Hlond in Poznan (Posen).

Nach Kriegs­aus­bruch 1939 ent­ließ der Pri­mas das ganze Kurien­per­so­nal. Nur Bru­der Józef blieb im Erz­bi­schofs­haus, wo er am 3.Oktober 1939 von  Gesta­po­män­nern fest­ge­nom­men und in der Pose­ner Zita­delle inhaf­tiert wurde. Von hier aus wurde in das Gefäng­nis nach Kazi­mierz Bis­kupi  gebracht.  Im August 1940 wurde Józef ins Kon­zen­tra­ti­ons­la­ger in Maut­hau­sen in Öster­reich und dann ins Lager in Gusen ver­schleppt. Am 8. Dezem­ber 1940 sandte  man ihn  ins Kon­zen­tra­ti­ons­la­ger in Dachau. Dort wurde ihm die Num­mer 22099 zuge­teilt.

Als im Februar 1945 eine Typhu­se­pi­de­mie aus­ge­brach, mel­dete er sich frei­wil­lig in die iso­lierte Kran­ken­ba­ra­cke, um Kranke und Ster­bende zu pfle­gen.

„Bevor er aber gegan­gen ist, ver­ab­schie­dete er sich von den Mit­häft­lin­gen und Kol­le­gen und ent­hüllte dabei schüch­tern die Inten­tion, die er schon län­gere Zeit in sei­nem Her­zen trug, derer er  sich aber nicht wür­dig fühlte: ‚Ich gehe um mein Leben zu opfern, damit der sehr geliebte Kar­di­nal August Hlond, Pri­mas von Polen, ins Vater­land nach dem Krieg zurück­keh­ren könnte, denn dort wird man ihn sehr brau­chen'“, Marian Bal­ce­rek [4]

„Von die­sem Bru­der sagte man: „Die Liebe zu Gott und zu den Mit­men­schen konnte man bei ihm in jedem Moment sei­nes all­täg­li­chen Lebens spü­ren“.“[5]  [6]

 



[1] WEILER, Eugen, Die Geist­li­chen in Dachau, Möd­ling 1971, S 727,

anders Sliwka, er gibt als Ver­haf­tungs­da­tum den 03.10.39 an, siehe unten

[2] Wei­ler, a.a.O.

[3] www.interklasa.pl/portal/dokumenty/m034/de/region/turew/turew.htm

[4] SLIWKA, Euge­ni­usz (Red.), Mär­ty­rer für den Glau­ben 1939-1945, S 39

[5] Sliwka, a.a.O.

[6] Wei­tere Quelle in eng­li­scher Spra­che: http://theblackcordelias.wordpress.com/2009/02/19/blessed-jozef-zaplata-february-19/

 

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