Aleksy Sobaszek


http://www.przygodzice.pl/asp/pliki/foto/sobaszekd.jpg

Seli­ger Aleksy Sobas­zek  (1895—1942)

(auch unter Aleksan­der Sobas­zek)

Pries­ter der Erz­diö­zese of Gniezno, Pfar­rer
geb: 17.08.1895[1] in Przy­god­zice (Hirsch­teich), Wie­l­ko­pols­kie (Polen)

Ver­haf­tet am 06.10.1941 in Sied­le­min, sei­ner Pfar­rei

KZ Dachau 30.10.1941 bis zu sei­nem Tod
+: 01 August 1942 im KZ Dachau[2]
Gedenk­tag: 01.08.

Bio­gra­fien

Kurz­bio­gra­fie von Monika Neu­dert und untern Bio­gra­fie von Kle­mens Hogen-Ostlender

Zu Beginn sei­ner pries­ter­li­chen Tätig­keit, nach der Pries­ter­weihe am 05.04.1919[3],  war er als  Reli­gi­ons­leh­rer an einem Gym­na­sium ein­ge­setzt, spä­ter wurde er zum Pfar­rer in Sied­le­min, einer Dorf­pfar­rei, ernannt. Er war ein gebil­de­ter Pries­ter und eif­ri­ger Seel­sor­ger.

Bei  Kriegs­aus­bruch floh er zunächst in der all­ge­mei­nen Panik und ver­ließ seine Pfar­rei. Nach zwei Wochen jedoch kam er zurück und bat seine Pfarr­kin­der wäh­rend der Messe unter Trä­nen um Ver­ge­bung für seine Flucht.

Fest­ge­nom­men wurde er am 6.10.1941 und am kurz danach wurde er am 30.10.1941 ins KZ Dachau ein­ge­lie­fert.  Dort starb er am 01.10.1942 an den Fol­gen von Hun­ger, Zwangs­ar­beit und Miss­hand­lun­gen.

Kurz vor sei­nem Tod ersuchte er noch einen Freund im Lager auf, er sollte nach der Befrei­ung nach Sied­le­min gehen und sei­nen Pfarr­kin­dern in der Kir­che sagen, ihr Pfar­rer hätte alle Qua­len und Lei­den, die er im KZ-Lager ertra­gen musste, Gott für sie geop­fert; er gebe allen den pries­ter­li­chen Segen und bitte um das Gebet für seine Seele. (Zyg­munt Sroczy­fi­ski, Mit­häft­ling, ein Laie aus sei­ner Pfar­rei)[4]

 


[1] Wendel-Gilliar, Das Reich des Todes hat keine Macht über uns, Band II, S 287,  gibt den 17.0, 7.1895 an

[2]Daten nach WEILER, Eugen, Die Geist­li­chen in Dachau, Möd­ling 1971, .S 613

[3] Wendel-Gilliar a.a.O.

[4]Nach SLIWKA, Euge­ni­usz (Red.), Mär­ty­rer für den Glau­ben 1939-1945,  S. 10f.

Bio­gra­fie von Kle­mens Hogen-Ostlender

Aleksy Sobas­zek wurde am 17. Juli 1885 als Sohn des Post­an­ge­stell­ten Lau­rel Sobas­zek und sei­ner Ehe­frau Cathe­rine im Dorf Przy­god­zice gebo­ren. Nach dem Umzug nach Ost­rów Wlkp legte er dort 1914 sein Abitur ab. Wäh­rend des Ers­ten Welt­kriegs starb seine Mut­ter. Aleksy Sobas­zek stu­dierte Theo­lo­gie in Posen, Gniezno, Müns­ter und Frei­sing. 1919 wurde er zum Pries­ter geweiht. Danach arbei­tete er bis 1920 als Pfar­rer in Wągro­wiec und anschlie­ßend in der Pfar­rei St. Veit in  Słu­pach, in Trze­mes­zno sowie in der Pfar­rei zur Hei­li­gen Drei­fal­tig­keit in Gniezno. In Trze­mes­zno war er für ein Jahr auch Prä­fekt in der Mit­tel­schule und Wäch­ter des Schlaf­saals für Jun­gen.  Aleksy Sobas­zek setzte ein Stu­dium der Phi­lo­so­phie und Päd­ago­gik an der Uni­ver­si­tät von Posen fort. Eine Zeit lang arbei­tete er eben­falls als Prä­fekt des Semi­nars in Gniezno und war auch Prä­fekt des Gym­na­si­ums in Sza­mo­tuły und Rogoźno. Er galt als her­vor­ra­gen­den Leh­rer und hatte eine beson­dere Gabe, mit Kin­dern und Jugend­li­chen zu arbei­ten. 1931 wurde er als Pfar­rer nach Sied­le­min bei Jaro­cyn beru­fen, wo er als tüch­ti­ger Ver­wal­ter der Pfar­rei gelobt wurde- Im Chaos nach dem deut­schen Über­fall auf Polen floh Aleksy Sobas­zek zunächst aus sei­ner Pfar­rei. Nach zwei Wochen kehrte er aber  zurück, bat wäh­rend einer Hei­li­gen Messe die Gemein­de­mit­glie­der mit Trä­nen in den Augen um Ver­ge­bung und ver­si­cherte ihnen, dass er sie nie wie­der ver­las­sen werde. Er  hielt sein Wort, auch als Ver­haf­tun­gen und Depor­ta­tio­nen von Pries­tern began­nen. Aleksy wurde gewarnt und hätte die Gele­gen­heit gehabt, zu sei­nem Bru­der zu gehen, der in Deutsch­land lebte, aber er nutzte das nicht aus. Die Gestapo kam schließ­lich, um ihn zu ver­haf­ten, als er am 6. Okto­ber 1941 bei einer Beer­di­gung die  hei­lige Messe fei­erte. Aleksy Sobas­zek unter­brach die Lit­ur­gie nicht. Die Deut­schen war­te­ten bis nach der Bei­set­zung, ehe sie ihm Fes­seln anleg­ten. Ihr Pfar­rer  ver­ab­schie­dete sich von der Gemeinde mit den Wor­ten  „So sehr hat der Herr Jesus am Kreuz gelit­ten. Wir müs­sen auch ein wenig lei­den“.

Mit einer Gruppe von in ande­ren Pfar­reien ver­haf­te­ten Pries­tern wurde Aleksy Sobas­zek zunächst in das berüch­tigte Kon­zen­tra­ti­ons­la­ger   in den Kase­mat­ten der Fes­tung von Posen gebracht. Mit­häft­linge erin­ner­ten sich spä­ter an seine Exer­zi­tien und Pre­dig­ten über den Wert des Lei­dens und die Nach­ah­mung des Kreu­zes Christi. Am 30. Okto­ber 1941 wurde die gesamte Gruppe in das Kon­zen­tra­ti­ons­la­ger Dachau ver­schleppt. Aleksy Sobas­zek  erhielt dort die Häft­lings­num­mer 28086.  Seine Lager­briefe sind erhal­ten geblie­ben und brin­gen seine Erge­ben­heit in den Wil­len Got­tes und das Bewusst­sein der Not­wen­dig­keit des gedul­di­gen Lei­dens mit Chris­tus zum Aus­druck. Er schrieb auf Deutsch, und erstaun­li­cher Weise konnte er auch viele Infor­ma­tio­nen über die grau­same Behand­lung von Gefan­ge­nen, den Man­gel an Klei­dung, den Hun­ger und beson­dere Quä­le­reien der Pries­ter zum Bei­spiel am Kar­frei­tag mit­tei­len. Das ent­setz­li­che Lager­le­ben, umensch­lich harte Arbeit und Hun­ger schwäch­ten Aleksy Sobas­zek so, dass er nach neun Mona­ten, am 25. Juli 1942, in das Lager­kran­ken­kran­ken­haus ver­legt wurde. Er hatte blu­ti­gen Durch­fall und ging am 1. August 1942 zum Herrn.  Obwohl er seine Gemein­de­mit­glie­der gezwun­ge­ner­ma­ßen kör­per­lich ver­las­sen musste, blieb er geis­tig immer bei ihnen. Kurz vor sei­nem Tod ersuchte er noch einen Freund im Lager, er solle nach der Befrei­ung nach Sied­le­min gehen und sei­nen Pfarr­kin­dern in der Kir­che sagen, ihr Pfar­rer hätte alle Qua­len und Lei­den, die er im KZ-Lager ertra­gen musste, Gott für sie aufgeop­fert; er gebe allen den pries­ter­li­chen Segen und bitte um das Gebet für seine Seele. (Zyg­munt Sroczy­fi­ski, Mit­häft­ling, ein Laie aus sei­ner Pfar­rei).

 

Papst Johan­nes Paul II. sprach Aleksy Sobas­zek am 13. Juni 1999 in War­schau in der Gruppe von 108 pol­ni­schen Mär­ty­rern des Zwei­ten Welt­kriegs selig.

http://www.samuelephrem.eu/article-aleksy-sobaszek-119331874.html

 

http://prawy.pl/10166-blogoslawiony-ks-aleksy-sobaszek-zaangazowany-kaplan/

http://www.swietyjozef.kalisz.pl/?dzial=Dachau&id=62