Biograpie Jozef Zaplata

Wieder steht unseren Lesern eine neue und etwas ausführlichere Biografie über einen der unbekannten polnischen Seligen zur Verfügung.

Autor: Klemens Hogen-Ostlender

Jozef Zaplata wurde am 5. März 1904 in Jerka bei Kościan geboren. 1909 zog seine Familie nach Wronowo um. Jozef besuchte die Volksschule in Turew, die er 1918 beendete. Am 14. April 1927 ging er nach seinem Militärdienst ins Klosterder Kongregation der Brüder des Allerheiligsten Herzens Jesu  in Puszczykowo. Am 8. September 1928 legte er in Alter von 24 Jahren die Zeitlichen Gelübde ab und am 10. März 1938 die ewnigen Gelübde. In den 30ger Jahren verrichtete er dort des Dienst des Küsters. Er war auch Vorsteher in der Elisabethkirche in Lwów (Lemberg), das heute in der Ukraine liegt.Später arbeitete Bruder Jozef als Pförtner im Ordinariat beim Primas von Polen, Kardinal August Hlond in Poznan (Posen).

Nach Kriegsausbruch
1939 entließ der Primas das ganze Kurienpersonal. Nur Bruder Józef blieb im
Erzbischofshaus, wo er am 3.Oktober 1939 von Gestapomännern festgenommen und in
der Posener Zitadelle inhaftiert wurde. Von dort aus wurde in das Gefängnis
nach Kazimierz Biskupi gebracht. Im August 1940 wurde Jozef Zaplata ins
Konzentrationslager in Mauthausen in Österreich und dann ins KZ in Gusen
verschleppt. Am 8. Dezember 1940 schickte man ihn ins Konzentrationslager in
Dachau. Dort wurde ihm die Nummer 22099 zugeteilt.

Als im Februar 1945
eine Typhusepidemie ausbrach, meldete er sich freiwillig in die isolierte
Krankenbaracke, um Kranke und Sterbende zu pflegen. Schließlich starb er am 19. Februar 1945
an Typhus und Entbehrung.Der ebenfalls in Dachau eingekerkerte
Priester Marian Balcerek erinnerte sich nach dem Krieg: „Bevor er aber gegangen
ist, verabschiedete er sich von den Mithäftlingen und Kollegen und enthüllte
dabei schüchtern die Intention, die er schon längere Zeit in seinem Herzen trug,
derer er sich aber nicht würdig fühlte: ‚Ich gehe um mein Leben zu opfern,
damit der sehr geliebte Kardinal August Hlond, Primas von Polen, ins Vaterland
nach dem Krieg zurückkehren könnte, denn dort wird man ihn sehr brauchen’“. Ein
anderer Mithäftling unterstrich: „Von diesem Bruder sagte man: „Die Liebe zu
Gott und zu den Mitmenschen konnte man bei ihm in jedem Moment seines
alltäglichen Lebens spüren“. Und ein weiterer Gefangener stellte fest: „Wer
diese Typhusbaracke betreten und sich dort angesteckt hat, ist als Märtyrer der
Liebe zu Gott und seinen Nächsten in den Himmel eingegangen“.

Jozef
Zaplata wurfe am 13. Juni1999 in Warschau von Papst Johannes Paul II. mit 107
anderen polnischen Märtyrern des Zweiten Weltkriegs seliggesprochen.

Der Orden der Kleinen Brüder vom Heiligsten Herzen Jesu würdigt den
Seligen auf seiner polnischen Internetpräsenz unter anderem mit diesen Worten:
„Der
seligen Bruder Jozef besaß einen
religiösen ein Eifer, der viel von sich selbst und von anderen forderte. Er zeichnete
sich durch seinen Ernst und sein tiefes Verständnis seiner religiösen Berufung
aus. Sicherlich wurde die religiöse Berufung von Bruder Jozef von seiner
engsten Familie gefördert. Er hielt sich treu an der Regel und den religiösen
Gelübden, erfüllte seine Pflichten sehr gewissenhaft und war Vorbild für seine
Mitbrüder. Bruder Jozef widmete sich voll und ganz dem Dienst für Primas
Kardinal August Hlond. Als der Krieg ausbrach, wachte er freiwillig bis zum Tag
seiner Festnahme über den Primas von Polen. Im Konzentrationslager Dachau
bewältigte er alle Schwierigkeiten, 
Widrigkeiten und Krankheiten mit einem fröhlichen Gesicht. Er opferte
sich gerne für andere. Und war im Lager ein frommer Mann, der Gott und seiner
Heimat treu blieb. Sein Verhalten wurde von seinen Mitgefangenen geschätzt. Er
schwankte nicht im Glauben, verzweifelte nicht und verfluchte sein Schicksal
nicht. Er war von einer großen Ruhe, Ausgeglichenheit und Güte,verfüllte jede
Handlung gewissenhaft zur größeren Herrlichkeit Gottes und zur Errettung der
Seelen.“

Im Generalhaus des Ordens wurde
ein Gedenkraum eingerichtet, der dem seligen Bruder Jozef Zaplata gewidmet ist.
Er enthält  wertvolle Erinnerungsstücke
wie seine Geburtsurkunde, ein Schulzeugnis, Fotos von seiner Einkleidung, und
vom Aufenthalt im Kloster, ein Gebetbuch und Originalbriefe aus dem
Konzentrationslager.  Ein Gebet um die
Fürsprache des Seligen hat diesen Wortlaut: „ Allmächtiger
Gott, Du hast Deinen Diener, den seligen Märtyrer Jozef, mit dem Geist des
Opfers und der vollkommenen Treue zur religiösen Berufung bis zum Tode
ausgestattet Höre mein Gebet und hilf mir durch seine Fürsprache, die
gewünschte Gnade zu empfangen … Durch Christus, unseren Herrn. Amen

https://pl.wikipedia.org/wiki/Józef_Zapłata
http://www.zbsj.pl/Blogoslawiony-br.-Jozef-Zaplata.html
http://www.santiebeati.it/dettaglio/93068
https://zbsj.pl/o-zgromadzeniu/blogoslawiony-br-jozef-zaplata/
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