Biografie Czempiel

Neue ausführliche Biografie über den seligen Pfarrer Josef Czempiel

Auf unserer Homepage steht wieder eine neu erarbeitete Biografie mit Informationen über das Leben und Steben des seligen Josef Czemiel zur Verfügung.

Wir hoffen mit diesem Beitrag mitzuhelfen, gerade die polnischen Märtyrer des KZ Dachau dem Vergessen zu entreißen.

 

Seli­ger  Josef  Czem­piel

*1883 Jozefka, Polen

+1942 Dach­au­

Pa­tron der Stadt Chor­zow und von Ober­schle­sien

Gedenk­tag : 4 Mai

Jozef Czem­piel wurde am 21.09.1883 in Jozefka (heute ein Teil von Pie­ka­ryS­las­kie) gebo­ren, das damals zum Deut­schen Kai­ser­reich gehörte. Pie­kary war seit dem 17. Jahr­hun­dert einer der größ­ten Pil­ger­or­ten und ein wich­ti­ges Zen­trum der Mari­en­ver­eh­rung, sozu­sa­gen eine geis­tige Haupt­stadt Ober­schle­si­ens. Im Hei­lig­tum der „Got­tes­mut­ter der Gerech­tig­keit und der Nächs­ten­liebe“ befin­det sich ein Gna­den­bild (Mut­ter Got­tes von Pie­kar, auf­Pol­nisch: Matki Bos­kiej Pie­kars­kiej). Hier kniete im Jahr 1683 der dama­lige König Polens Jan III Sobie­ski auf dem­Weg nach Wien zur der Schlacht mit den Tür­ken und betete um die nöti­gen Gna­den für die bevor­ste­hende Schlacht am Kah­len­berg bei Wien, bei der er die tür­ki­schen Erobe­rer zurück­schlug, sowie für sein pol­ni­sches König­reich. 200 Jahre spä­ter bete­ten vor dem­sel­ben Gna­den­bild in der Pfarr­kir­che (heute eine­Ba­si­lika minor) der Hei­li­gen Jung­frau Maria und des hei­li­gen Bar­tho­lo­mäus Jozefs Eltern und ver­trau­ten der Mut­ter Got­tes ihren erst­ge­bo­re­nen Sohn an, der dort am 23. Sep­tem­ber, zwei Tage nach der Geburt, getauft wurde. Der Vater, Piotr Czem­piel, war Berg­mann und besaß zusätz­lich einen Laden in Jozefka. Die Mut­ter Gabriela, gebo­rene Opara stammte aus Jozefka. Das Ehe­paar hatte 4 Söhne und 2 Töch­ter.

Jozef besuchte die Grund­schule in sei­nem Geburts­ort und im Anschluss daran das deut­sche Gym­na­sium in Bytom (zu Deutsch: Beu­then ) dies war eine städ­ti­sche und katho­li­sche Schule. In den Jah­ren 1872-74 gab es in die­sem Gebiet auf Grund der Poli­tik des­Kul­tur­kamp­fes keine pol­ni­sche Schu­len, die pol­ni­sche Spra­che wurde unter­drückt, pol­ni­sche Leh­rer ent­las­sen und durch Deut­sche ersetzt, ähn­lich wie nach 1945 in Schle­sien die deut­sche Spra­che und Kul­tur ver­bo­ten wurde. In die­ser Situa­tion reifte Jozefs Beru­fung. 1904 begann Jozef Czem­piel sein Stu­dium der Theo­lo­gie in Bres­lau, pol­nisch: Wro­claw. Ober­schle­sien hatte damals keine eigene Diö­zese und gehörte zur Diö­zese Bres­lau. Wäh­rend des Stu­di­ums besuchte er ein Semi­nar der Sla­wis­tik­bei Prof. Wla­dyslaw Neh­ring, der Lin­gu­ist und Sprach­for­scher war. Der dama­lige Erz­bi­schof Jerzy Kappa unter­stützte beson­ders die Teil­nahme der schle­si­schen Semi­na­ris­ten. Jozef Czem­piel war sehr aktiv in der pol­ni­schen­Gruppe im Kon­vikt (Inter­nat der Theo­lo­gie­stu­den­ten). In den Jah­ren 1904-06 war er Vize­vor­stand, dann Vor­sit­zen­der und auch Sekre­tär des „Pol­ni­schen­Krei­ses“ der schle­si­schen Theo­lo­gen, bis die­ser 1906 auf­ge­löst wurde. Danach enga­gierte er sich heim­lich im Ver­ein der pol­ni­scher Jugend „Zet“ und in einer pol­ni­schen, wis­sen­schaft­li­chen Orga­ni­sa­tion, die schon 1887 von Zyg­munt Bali­cki gegrün­det wor­den war, um sich für die Unab­hän­gig­keit Polens ein­zu­set­zen.

Zwei Jahre spä­ter wurde Jozef Czem­piel am 22.06.1908 in der Heilig-KreuzKirche in Bres­lau durch Kar­di­nal Metro­po­li­ten Jerzy Koppa zum Pries­ter geweiht . Seine Pri­miz­messe fei­erte er in sei­ner Tauf­kir­che in Pie­kary vor dem Gna­den­bild der Mut­ter Got­tes. Unmit­tel­bar nach der Pries­ter­weihe kehrte er in seine schle­sisch­eHei­mat zurück, theo­lo­gisch gut vor­be­rei­tet und gestärkt in sei­ner­ Zu­ge­hö­rig­keit zu sei­ner pol­ni­schen Hei­mat durch die Ent­schei­dung des Erz­bi­schofs ihn dort ein­zu­set­zen.

Seine ers­ten pries­ter­li­chen Auf­ga­ben über­nahm er in der Stadt Ruda Slaska, in Pfar­rei des Hei­li­gen Josef. Er ermu­tigte die Gläu­bi­gen zum häu­fi­gen­Emp­fang der hei­li­gen Kom­mu­nion und hielt Exer­zi­tien. Beson­ders enga­gierte er sich für die Bewe­gung der Absti­nenz. Alko­hol­ab­hän­gig­keit war damals eine schreck­li­che Seu­che in Schle­sien. Aktio­nen gegen den Alko­ho­lis­mus waren daher beson­ders im 19. und 20.Jahrhundert weit ver­brei­tet. Jozef Czem­piel sah als ers­ter Geist­li­che die Not­wen­dig­keit dage­gen vor­zu­ge­hen und grün­dete in der Pfar­rei eine Bera­tungs­stelle für Alko­ho­li­ker und ihre Fami­lien. Die­sem Ver­ein für­Be­trof­fene gehör­ten 800 Gemein­de­mit­glie­der an. Um mit gutem Bei­spiel vor­an­zu­ge­hen, ver­zich­tete Jozef Czem­piel bis zu sei­nem Tod sel­ber auf den Kon­sum von Alko­hol. Bald brach der 1. Welt­krieg aus. Im Ver­lauf wech­selte Jozef Czem­piel mehr­mals den Ein­satz­ort sei­ner seel­sorg­li­chen Tätig­keit:

Ab 1915 war er als Vikar in Turza bei Raci­borz in der Herz-Jesu Kir­che ein­ge­setzt, 1916 wurde er nach Miedzna bei Psz­czyna in der St.-Klemens-Kirche ver­setzt. Noch 1916 folgte bis 1917 der Ein­satz als Pfar­rer im Dorf Wis­nicze, in der Pfar­rei der dor­ti­gen Dreifaltigkeits-Kirche. Noch im Jahre 1917 kam eine wei­tere Ver­set­zung nach Babo­row in die Kir­che Mariä Geburt und schon 1918 nach Dzie­cma­row in die Micha­els­kir­che. Die letz­ten 3 Gemein­den lagen in der Gegend von Oppeln (pol­nisch: Opole ), wo mehr­heit­lich deut­sche Bevöl­ke­rung lebte. Es kam zu Kon­flik­ten, da Jozef Czem­piel die Erst­kom­mu­ni­on­vor­be­rei­tung auf Pol­nisch hielt. Des­halb wurde er 1919, nach Ende des 1. Welt­krie­ges, nach Zedo­wice ver­setzt (auch im Bezirk Oppeln). In der dor­ti­gen Gemeinde in Kielcza grün­dete er einen Kir­chen­chor und eine Thea­ter­gruppe. Er orga­ni­sierte auch pol­ni­sche Sprach­kurse sowie Vor­le­sun­gen über die pol­ni­sche Geschichte. Er initi­ierte die „Gesell­schaft für pol­ni­sche Frauen“.  Aktiv war er auch in der Genos­sen­schafts­be­we­gung des Krei­ses Strzelce, zu der auch Zedo­wice gehörte. Im Jahre 1919 ver­öf­fent­lichte er zusam­men mit dem eben­falls selig gespro­che­nen Dachau-Märtyrer Pfar­rer Emil Szra­mek das Buch „Das Recht auf Mut­ter­spra­che im Lichte des Chris­ten­tums“ unter dem Pseud­onym „Mak­ka­baeus „,  in dem er für die Ver­wen­dung der pol­ni­schen Spra­che bei der pas­to­ra­len Arbei­tin Schle­sien warb. Dies fällt in die Zeit der Ent­schei­dung über die Zuge­hö­rig­keit Schle­si­ens zu Polen oder Deutsch­land. Am 21.03.1921 kam es schließ­lich nach 2 Auf­stän­den in Schle­sien zu einer Volks­ab­stim­mung über die Zuge­hö­rig­keit zu Deutsch­land oder Polen. Lei­der blieb Pfar­rer Czem­piel dabei nicht poli­tisch neu­tral. Pfar­rer Josef über­nahm schon bei den Vor­be­rei­tun­gen der Abstim­mung eine füh­rende Rolle, er grün­dete einen pol­ni­schen Aus­schuss für Zedo­wice und Umge­bung. Dies machte ihn bei den deutsch­stäm­mi­gen Bewoh­nern unbe­liebt. Die Bewoh­ner von Zedo­wice stimm­ten für eine Zuge­hö­rig­keit zu Polen, aber die­Mehr­heit der Schle­sier für die deut­sche Seite. „Bei der Volks­ab­stim­mung am 20. März 1921 stimm­ten 20.816 Wahl­be­rech­tigte (94,7 % der abge­ge­be­nen Stim­men) für einen Ver­bleib beim Deut­schen Reich, 1.098 für Polen (5,0 %). Ungül­tig waren 70 Stim­men (0,3 %). Die Wahl­be­tei­li­gung betrug 95,9 %. Im Ver­gleich hierzu stimm­ten in Stadt und Land­kreis Oppeln zusam­men­ge­nom­men 24,0 % für Polen.“ Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Opole

End­gül­tig wurde damit die Ent­schei­dung  für eine Tei­lung des Ter­ri­to­ri­ums getrof­fen. Nach der Volks­ab­stim­mung , vom 02/03.05. – 05. 08.1921 kam es 1921 zum 3. Auf­stand. Danach kam es in Oppeln und ande­ren Gebie­ten, die mehr­heit­lich für Deutsch­land gestimmt hat­ten, zu Ver­fol­gung dort leben­der Polen. Das traf auch die pol­ni­schen Pries­ter. Pfar­rer Jozef war auch auf Grund sei­nes Enga­ge­ments in Gefahr, man drohte ihm mit dem Tod und infor­mierte ihn über einen geplan­ten Über­griff. Im Juni 1922 ver­ließ er des­halb Zedo­wice und kam nach Ober­schle­sien. Durch die Unter­stüt­zung von Pfar­rer Jan Kapica, der vom Bres­lauer Kar­di­nal Adolf Ber­tram zum beauf­trag­ten Gene­ral­vi­kar für den pol­ni­schen Teil Ober­schle­si­ens ernannt wor­den war, fand Pfar­rer Czem­piel eine neue Auf­gabe. Er war nun ver­ant­wort­lich für die Orga­ni­sa­tion und Durch­füh­rung der gesam­ten Abstinenz-Bewegung im pol­ni­schen Oberschlesien.Zugleich im Juli 1922 über­nahm er die Pfar­rei „Mariä Him­mel­fahrt“ in Wie­l­kie Haj­duki, die 1939 in die Stadt Chor­zow als Stadt­teil Chor­zow Batory ein­ge­mein­det  wurde. Diese Gemeinde ent­stand rings­herum um die Bis­marck Hüte (gegrün­det 1873; spä­ter Huta Batory ). Es war ein typi­scher Arbei­ter­vier­tel und eine­Ar­bei­ter­ge­meinde. Im Sep­tem­ber 1922 folgte ihm sein ehe­ma­li­ger Pfar­rer Wajda nach .Die Bevöl­ke­rung hier war gemischt – Polen und Deut­sche. Pfar­rer Czem­piel sorge auch für die deut­sche Min­der­heit und fei­erte sonn­tags eine hei­lige Messe in deut­scher Spra­che. Das änderte er auch nicht im Jahr 1938,  als die pol­ni­schen Behör­den das unter­sag­ten. Jozef Czem­piel wider­sprach ihnen und begrün­dete: „…die deutsch­spra­chi­gen Gemein­de­mit­glie­der sind nicht Schuld an den Feh­lern der ande­ren „. Nicht nur zwei­spra­chige Gemein­den kenn­zeich­nete sein Wir­ken, son­dern auch die damals weit ver­brei­tete sozia­lis­tisch – kom­mu­nis­ti­sche Propaganda.Sein Stand­punkt­punkt war in Theo­rie und Pra­xis auf die Enzy­klika von Papst Leon XIII ( 1810-1903 ) „Revum Novarum“,  zu Deutsch: Neue Sache gegrün­det Er zitierte dar­aus: „weder Kapi­ta­lis­mus, noch Libe­ra­lis­mus, weder Sozia­lis­mus, noch Kom­mu­nis­mus, son­der nur das Chris­ten­tum kann bedau­er­li­che soziale Bezie­hun­gen hei­len „.(Pfarr­brief vom 23.08. 1931). Diese Hal­tung zeigte er auch bei poli­ti­schen und gesell­schaft­li­chen Ver­an­stal­tun­gen in sei­ner Gemeinde.Vor der Par­la­ments­wahl riet er, „..nur für sol­che Kan­di­da­ten zu stim­men, die mit ihrem Leben und Über­zeu­gung fest ste­hen zu unse­rem hei­li­gen Glau­ben. Ein Katho­lik, der Feinde der Kir­che wählt, begeht ohne Zwei­fel eine schwere Sünde “ (Pfarr­brief vom 09.11.1930 ). Am 24.06.1937, als schon eine wach­sende Bedro­hung im Osten und Wes­ten der pol­ni­scher Repu­blik zu sehen war, schrieb er an die Gemeinde: „…vor kur­zem wur­den 2 Enzy­kli­ken in> pol­ni­scher  Über­set­zung ver­öf­fent­licht, die jeder Katho­lik ken­nen sollte,weil sie die wich­ti­gen Infor­ma­tio­nen beinhal­ten und uns den Geist und die­Be­dro­hung des Kom­mu­nis­mus und das neu­heid­ni­sche Stre­ben in Deutsch­land­be­wusst machen. Es soll für Euch eine War­nung sein vor ver­brei­te­ten fal­schen­Hoff­nun­gen auf einen falsch ver­stan­de­nen all­mäch­ti­gen und gewalt­tä­ti­gen Staat“.Er bezog sich dabei auf die Enzy­kli­ken von Papst Pius XI., die fast gleich­zei­tig erschie­nen: „Mit bren­nen­der Sorge“ (14.03.1937), über die Lage der katho­li­schen Kir­che in deut­schem Reich und „Divini Redemp­to­ris“, „Gött­li­cher Erlö­ser“, über den Kom­mu­nis­mus. ( 19.03.1937). Mit gro­ßer Mühe sorgte sich Pfar­rer Czem­piel um die zahl­rei­chen Grup­pen in sei­ner Gemeinde, pol­ni­sche und ebenso Deutsche.Insbesondere enga­gierte er sich für die maria­ni­sche Kon­gre­ga­tion der Jugend­li­chen und Mäd­chen und für die St. Josefs-Arbeiter-Vereinigun . Ab dem 09.09.1923 war er Her­aus­ge­ber der Zeit­schrift „Nach­rich­ten aus der Pfar­rei“, die als Zugabe zur Zei­tung „Sonn­tags Gast“ , „Gosc Nied­zielny“, erschien.Am Schrif­ten­stand in sei­ner Kir­che gab es katho­li­sche Presse und Bücher. In der Zeit der Wirt­schafts­krise und Mas­sen­ar­beits­lo­sig­keit orga­ni­sierte er in sei­ner Pfar­rei mit einem Son­der­aus­schuss eine Sup­pen­kü­che. Wöchent­lich wur­den 800-1000 Gut­scheine für Brot und Mit­tag­es­sen an Bedürf­tige aus­ge­ge­ben.

Pfar­rer Czem­piel war auch für Ehe­vor­be­rei­tungs­kurse  in sei­ner Pfar­rei zustän­dig. Sein dama­li­ger Vikar, Pfar­rer Ignacy Lud­wik Jéz, (auch Häft­ling im KZ Dachau, er über­lebte und wurde spä­ter Bischof (1914 Rado­mysl – 2007, Rom)), erin­nerte sich: „Eines Tages, fei­erte  er die hl. Messe aus Anlass einer Sil­ber­hoch­zeit. Am Fest­tagag kam der Ehe­mann mit sei­ner Frau und sagte: „Das ist meine Gat­tin, ich bringe sie seid 25 Jah­ren (sie saß im Roll­stuhl )  in die Kir­che“.  Der Pfar­rer fragte: „seid 25 Jah­ren? Sie haben doch gesagt, dass heute eurer 25. Hoch­zeits­tag ist“. Der Ehe­mann erwi­derte: „Es geschah eine Woche nach unse­rer Trau­ung. Meine Frau war in der Stadt um einige Besor­gun­gen zu machen. Sie ging über die Straße und ein unvor­sich­ti­ger Fah­rer hat sie ange­fah­ren .Sie stürzte und kam ins Kran­ken­haus. Als sie zurück nach Hause kam, war die Dia­gnose: lebens­lange Läh­mung, ihre Wir­bel­säule war geschä­digt wor­den. Und so, wenn ich nur kann, fahre ich sie mit dem Roll­stuhl zum Gottesdienst.“Von die­ser Begeg­nung erzählte Pfar­rer Czem­piel den Braut­läu­ten. „Ich wusste nicht, wie ich mich ver­hal­ten sollte. Ich nahm mei­nen Hut ab wie vor sei­nem Hel­den­tum. Ein jun­ger Mann ,der sich ent­schei­det mit einer behin­der­ten Ehe­frau zu leben und ihr treu bleibt, das ist keine ein­fa­che Sache. Aber als er am Hoch­zeits­tag vor Gott  schwor bis zu dem Tod treu zu sein,  wusste er gewiss nicht wel­che Bedeu­tung und wel­che Kon­se­quen­zen dies haben würde.

Wei­ter lei­tete Pfar­rer Czem­piel die Absti­nez­be­we­gun­gen in Schle­sien mit Bera­tungs­stel­len für Abhän­gige und ihre Fami­li­en­an­ge­hö­ri­gen. Er war selbst Vor­sit­zen­der die­ser Orga­ni­sa­tion und Mit­glied des Ver­eins „Befrei­ung“. Er betreute außer­dem  Semi­na­ris­ten der Absti­nenz­gruppe und war Vor­stand im Ver­band der „Absti­nen­ten Pries­ter“ in Kato­wice. Außer­dem orga­ni­sierte er Aus­stel­lun­gen mit Infor­ma­tio­nen und ver­teilte tau­sende von Flug­blät­ter. Er hielt auch zahl­rei­che Vor­träge. Sogar eine „Samm­lung von Lie­dern“, mit anti­al­ko­ho­li­schen, reli­giö­sen, natio­na­len und gesell­schaft­li­chem Lied­gut brachte er her­aus. Pfar­rer Czem­piel über­nahm immer mehr ver­ant­wort­li­che und lei­tende Stel­lun­gen, als pries­ter­li­cher Bera­ter. 1926 wurde er Vize­de­kan von Chor­zow und ab 1931 Dekan. Im Jahr 1932 erhielt er für sein Wir­ken das gol­dene Ver­dienst­kreuz (Zloty Krzyz Zas­lugi). Er war erfolg­reich in der Beru­fungs­pas­to­ral. Wäh­rend der 17 Jahre sei­nes pas­to­ra­len Diens­tes in Chor­zow wähl­ten 18 Jun­gen den Weg als Pries­ter und 40 Mäd­chen gin­gen ins Klos­ter.

Das Ende sei­nes pries­ter­li­chen Diens­tes in Chor­zow brachte der Beginn des 2. Welt­krie­ges. Am 01.09.1939 begann die Beset­zung Polens durch deut­sche Wehrmacht.Dies bedeu­tete die 4. Tei­lung Polens.Mit ihm die Aktio­nen der Inhaf­tie­rung der gebil­de­ten Schich­ten in Polen. Mit beson­de­rem Hass agier­ten die Erobe­rer in Ober­schle­sien. Es gab Mas­sen­re­pres­sa­lien gegen die pol­ni­sche Bevöl­ke­rung, in ers­ter  Reihe gegen die Gebil­de­ten. Schon am 03.09.1939 wurde Chor­zow an das sog. 3. Reich ange­schlos­sen. Das bedeu­tete, dass pol­ni­sche Bür­ger von da an als Men­schen 2. Klasse gal­ten und auch so behan­delt wur­den. Die ers­ten Tage der Besat­zung ver­brachte Pfar­rer Czem­piel in Jedrze­jow, im Zis­ter­zi­en­ser­klos­ter und auch zu Hause in Jozefka . Dann kehrte er wie­der nach Chor­zow zurück und ging sei­ner seel­sorg­li­chen Arbeit wei­ter nach. Unter sei­ner Lei­tung konnte noch der Bau und die Neu­or­ga­ni­sa­tion der Pfar­rei voll­en­det wer­den. Es ent­stand eine neue Fili­al­kir­che Herz-Jesu, die am 24.12.1939 geweiht wer­den konnte. Ab die­sem Zeit­punkt lei­tete Pfar­rer Czem­piel zwei Got­tes­häu­ser.

Doch sein seel­sorg­li­ches Wir­ken wurde in bru­ta­ler Weise been­det. Ende Januar 1940 wurde er zum ers­ten Mal bei der deut­schen Gestapo zum Ver­hör bestellt. Der öster­rei­chi­sche Beamte, der ihm ver­hör­ten musste, riet ihm drin­gend die Gemeinde zu ver­las­sen. Pfar­rer Czem­piel ent­schied sich zu blei­ben. In einem zwei­ten Ver­such wollte die deut­sche Besat­zung ihn dazu brin­gen nach Oppeln in Mittel- Nie­der­schle­sien zu über­sie­deln. Er lehnte auch die­sen Plan ab, dabei war er sich der mög­li­chen Kon­se­quen­zen bewusst. Schon im Jahr 1930 hatte er zu Pfr. Hen­ryk Grzond­ziel, dem spä­te­ren­Weih­bi­schof von Oppeln pro­phe­tisch gesagt: „Gebet und die Arbeit müs­sen vom Mar­ty­rium beglei­tet wer­den.“ Am 13.04.1940 wurde er schließ­lich aus dem Beicht­stuhl ver­haf­tet und abge­führt. Der Weg führte über die Poli­zei­sta­tion in Chor­zow zum Bahnhof.Schon am nächs­ten Tag wurde er mit einem grö­ße­ren Trans­port mit meh­re­ren hun­dert Polen aus Schle­sien ins KZ  Dachau gebracht.

Bei der Ankunft erhielt er neben der gestreif­ten Lager­klei­dung die Häft­lings­num­mer 22043 und als Zei­chen sei­ner Grup­pen­zu­ge­hö­rig­keit das rote Drei­eck als Zei­chen für die poli­ti­schen Häft­linge und den Buch­sta­ben P als Zei­chen der Zuge­hö­rig­keit zum pol­ni­schen Volk. Ab jetzt wurde er im Lager als Num­mer geführt und auch so ange­spro­chen. Diese Behand­lung der Häft­linge sollte sie demü­ti­gen und den Über­le­bens­wil­len bre­chen.

Schon nach einem Monat ging am 25.05.1940 ein gro­ßer Trans­port mit 1 084 Gefan­ge­nen ins KZ Maut­hau­sen ab. Pfar­rer Czem­piel wurde mit die­sem Trans­port nach Maut­hau­sen und von dort ins Unter­la­ger Gusen gebracht. Hier erhielt er die Nr. 3274. Im Stein­bruch Wie­ner Gra­ben wurde er zu schwers­ter Zwangs­ar­beit gezwun­gen. Die Häft­linge muss­ten auf ihrem Rücken 50 kg schwere Steine bis ins  2 km ent­fernte Lager Maut­hau­sen schlep­pen. Dort war die berüch­tigte Todestreppe, auf deren 186 unglei­chen und stei­len Stu­fen Steine vom Stein­bruch ins Lager hoch getra­gen wer­den muss­ten unter Miss­hand­lun­gen und Lebens­ge­fahr. Die katho­li­schen Pries­ter unter den Gefan­ge­nen wur­den dabei beson­ders schlecht behan­delt. Die grau­sa­men Wär­ter befah­len zusätz­lich man­chen latei­ni­sche Mess­ge­bete laut zu sin­gen, um sie dabei zu ver­spot­ten. Einer der Gefan­ge­nen, Anie­lin Faber (1913 – 1983) erin­nert sich an eine bei­spiel­hafte Begeb­n­e­heit: „Es war im Juli 1940 an einem schö­nen Som­mer­tag. Eine leichte Brise brachte von der Donau kom­mend den müden und durch­ge­schwitz­ten Gefan­ge­nen etwas Erfri­schung. Sie klet­ter­ten in ner­vö­ser Eile die steile Treppe des Stein­bru­ches hin­auf. Auf dem Kas­ten­ho­fens Hugel lagt ein gro­ßer Hau­fen Gra­nit­fel­sen auf­ge­türm­ten. Jeder Häft­ling nimmt einen gro­ßen Fel­sen­block und schleppt sich in Rich­tung Lager. Sie gehen schnell. Sie müs­sen. Die schwe­ren Steine zie­hen nach unten. Der schwere Gra­nit drückt schmerz­lich auf die Arme, ver­letzt ihre Fin­ger und schnei­det durch die Hände. Der Kapo jagt, schreit und schlägt mit einem Gum­mi­sch­lauch. Diese „Über­men­schen“ mit Geweh­ren ver­spot­ten und lachen uns aus. Mit belei­di­gen­den und vul­gä­ren Aus­drü­cken hören wir ver­let­zende Witze über Polen. Jede Aus­sage ist „schmut­zig“ und vol­ler Hass gegen alle und alles, was nicht deutsch ist.Gekleidet in luf­tige Som­mer­hem­den mit hoch gekrem­pel­ten Ärmeln über­bie­ten sie sich gegen­sei­tig in der Bar­ba­rei. Sie schla­gen jeden Polen, Tsche­chen und Deut­sche, trak­tie­ren, tre­ten, spu­cken, schla­gen auf den Kopf und ver­let­zen die Wan­gen. Die Betrof­fe­nen stöh­nen von Schmer­zen und blu­ten, die Ver­let­zun­gen schwel­len an. Sie fal­len unter den Schlä­gen. Die schwe­ren Steine kön­nen nicht mehr gehal­ten wer­den und ver­let­zen im Fal­len die Beine der vor­aus gehen­den. Es herrscht Chaos und Ver­wir­rung. Die Gefan­gen­gen fal­len, schreien; auf die am Boden lie­gen­den tritt der Kapo ein. Er trifft sie getrof­fen an Kopf, Bauch und in die Rip­pen. Plötz­lich geht ein tro­cke­ner Knall durch die Luft. Ein Schuss, ein Mensch fällt um, ein Gefan­ge­ner .Einer der SS-Männer kam näher auf die Gefan­ge­nen zu. Mit einem schlei­mi­gen Lächeln sagte die­ser, der Gefan­gene solle den Stein von den Schul­ter able­gen. Er tut so, als ob er  ihm hel­fen wolle. Dann nah­m er ganz vor­sich­tig  seine Kappe vom Kopf ab, die mit Blut befleckt war. Mit­un­ver­hoh­le­nem Abscheu, warf er diese zur Seite und befahl die­sem Gefan­ge­nen, sie zu holen. Und die­ser ging wie befoh­len. Als er sich bückte um die Kappe auf­zu­he­ben, stürzte er und roll­te­wie ein Stein in den Abgrund des Stein­bruchs. Der SS-Mann zog seine Waffe und schoss. Er zielte gut, er hatte es dabei nicht eilig. Nach dem er getö­tet hatte, lächelte er. Sicher­lich hat er 3 Tage Son­der­ur­laub für­ die­sen Mord bekom­men…“ Nur in den Mona­ten März- August 1940 wur­den im Lager Gusen min­dens­tens 8 550 Gefan­ge­ne­ge­tö­tet, vor allem aus dem Gebiet Polens, das dem Reich zwangs­weise ange­schlos­sen wor­den war. Vor­wie­gend waren die Gefan­ge­nen aus der Gesell­schafts­schicht der sog. Intel­li­genz. Unter den Ermor­de­ten befan­den sich 80 pol­ni­sche Pries­ter. Nach 6 Mona­ten im Lagen Gusen war Pfar­rer Czem­piel total erschöpft und arbeits­un­fä­hig.

Zum Glück ging am 08.12.1940 ein gro­ßer Trans­port mit ihm zurück ins KZ Dachau. Es war ent­schie­den wor­den die Geist­li­chen aus allen Lagern des Rei­ches nach Dachau zu brin­gen.

Aus der Gefan­gen­schaft schrieb Pfar­rer Czem­piel 34 Briefe über­wie­gend an seine Schwes­ter Mar­t­aCz­em­piel (+ Pie­kary 1974 ), wie vor­ge­schrie­ben in deut­scher Spra­che. Er durfte nur ein­mal im Monat schrei­ben und seine Worte waren sorg­fäl­tig gewählt um die Briefe durch die Lager­zen­sur zu brin­gen . Er schrieb vor allem an die Fami­lie, auch über die Mut­ter: „…ich danke ihr …für die Liebe, die sie mir lebens­lang geschenkt hat.“ ( am 08.03.1941 ). Einen Monat später:„Möge Gott mir die Aus­dauer geben, um die ihr für mich betet.“ ( 20.04.1941)  Die Sorge um seine Pfar­rei in Chor­zow drückte er am 09.01.1941 aus: „…oft denke ich an meine Pfarr­kin­der, für die ich jetzt keine hei­lige Messe fei­ern kann“.Und am 31.10.1941: „Sehr oft dachte ich an den schö­nen Gar­ten rund um das Pfarr­haus und vor allem , wenn ich hier die ita­lie­ni­schen Pap­peln sehe , die viel­leicht so groß sind , wie die in Chor­zow Batory.“ Pfar­rer Czem­piel lebte auch im Lager in Ver­bin­dung mit dem Leben die­ser Gemeinde und seg­nete sie. Er freute sich, dass „…die neue Kir­che immer schö­ner werde und dadurch immer mehr See­len für Gott begeis­tern mögen und  wie­der zu ihm zurück gezo­gen wer­den…“

Der Brief vom 13.12.1941 beinhal­tet Worte der Sehn­sucht und gleich­zei­tig demü­ti­ger Unter­wer­fung unter den Wil­len Got­tes: „Ich würde so gerne mit Euch am Hei­li­gen Abend die Weih­nachts­lie­der sin­gen, in mei­ner gelieb­ten Kir­che eine hl. Messe fei­ern, mei­nen gelieb­ten Pfarr­leu­ten den Segen beim Haus­be­such (Koleda ) ertei­len. Aber Gott wollte es anders, möge sein Wille gesche­hen.“ Pfar­rer Czem­piel bat auch: „Bleibt mit mir im Gebet ver­bun­den, damit wir, sowohl ich, als auch ihr, diese schwie­rige Zeit durch­ste­hen und aus­hal­ten kön­nen.“ (20.04.1941) und er fügte hinzu: „…das jet­zige Leben ist für mich eine Schule, eine beson­dere Bedeu­tung hat dabei die Kir­che und die Gesell­schaft: das wird sich­noch stär­ker zei­gen in der Zukunft , wenn Gott das will.“ ( 25.04.1941 )

Nach den Erfah­run­gen im KZ Mathausen-Gusen konnte sich Pfar­rer Czem­piel in Dachau zunächst lang­sam erho­len. Ab dem 22.01.1941 hat­ten alle  Pries­ter die Mög­lich­keit in der Kapelle des Pries­ter­blo­ckes die hei­li­gen Messe mit­zu­fei­ern. Dies war ihnen sehr wich­tig und sie erleb­ten es als Stär­kung. Die­ses änderte sich am 15. 09. 1941. Von der Lager­lei­tung vor die­ Ent­schei­dung nach ihrer Volks­zu­ge­hö­rig­keit gestellt, ent­schie­den sich die pol­ni­schen Geist­li­chen ein­stim­mig für ihre pol­ni­sche Natio­na­li­tät und ihre pries­ter­li­che Würde. Schon ab den 17.09.1941 ver­än­derte sich Ihre Lage dadurch grund­le­gend: Nun wur­den sie zur Zwangs­ar­beit wie­der ein­ge­teilt und sie durf­ten nicht mehr die Kapelle besu­chen und keine hei­lige Messe fei­ern.

Am 25.01.1942 schrieb Pfar­rer Czem­piel: „Betet für mich, damit mich der gute Gott wei­ter unterstützt.“Zu die­sem Zeit­punkt war er wahr­schein­lich schon völ­lig erschöpft. Die Situa­tion der Geist­li­chen aller Natio­nen ver­schlech­terte sich im Jahr 1942 dra­ma­tisch. Die Ver­pfle­gung war unzu­rei­chend, bei den Hun­ger­ra­tio­nen lit­ten die Häft­linge sehr unter Hun­ger. Zusätz­lich schwächte die schwere Arbeit auf der Plan­tage und schä­digte die Gesund­heit mas­siv. “ Immer mehr Häft­linge waren zu geschwächt und krank für die schwere Arbeit und wur­den als so genannte Inva­lide aus­ge­son­dert. „Ich werde behan­delt wie ein Inva­lide, arbeite nicht mehr seid eini­gen Mona­ten…“, schrieb er am  25. 01.1942 .

Das bedeu­tet, dass Pfar­rer Czem­piel ab Sep­tem­ber 1941 war in einer der Inva­li­den­ba­ra­cken unter­ge­bracht war.Zu Ostern 1942 schrieb er: „Die­ses Fest der Auf­er­ste­hung ver­lebe ich im Geist mit Euch und beson­ders mit mei­ner Pfarr­ge­meinde. Oh, wenn ich doch so schnell wie mög­lich, das Hal­le­luja mit euch sin­gen könnte.“.

Am 17.04.1942 sandte er aus der Inva­li­den­ba­ra­cke in einem Brief sein geist­li­ches Testament:„Ich bin über­zeugt, an mir voll­en­det sich nichts anders, als der Wil­le­ Got­tes und dar­über kann ich IHM nicht genug DANKBAR sein. Auch mein zukünf­ti­ges Schick­sal häng voll und ganz nur von IHM ab.“ Im letz­ten Brief von 01.05.1942 schrieb er über sein Leben, das Gebet und erwähnte die Fami­lie ins­be­son­dere die Mut­ter, die damals noch lebte: „Betet für mich, auch ich emp­fehle euch jeden Tag Gott. Denkt an mich beson­ders bei den schö­nen Mai­an­dach­ten.“

Im Jahr 1942 begann die Aktion T4. In einem Eutha­na­sie­pro­gramm wur­den psy­chisch Kranke und Behin­derte, aber auch kranke, ent­kräf­tete und nicht mehr arbeits­fä­hige Häft­linge aus den Lagern in soge­nann­ten Inva­li­den­trans­por­ten ins Schloss Hart­heim bei Linz gebracht und dort durch Gift­gas getö­tet. Viele Geist­li­che und auch eine große Zahl selig gespro­che­ner Geist­li­cher aus dem KZ Dachau star­ben auf diese Weise. Nahezu täg­lich gin­gen Trans­porte mit Häft­lin­gen ab. Am 04.05.1942 wurde Pfar­rer Czem­piel in so einem Trans­port weg­ge­bracht, zusam­men mit 46 ande­ren Priestern.Diesen Tag und den Abschied von Pfar­rer Czem­piel hat der schle­si­sche Pries­ter Antoni Brzo­ska (1913 Kato­wice -1994 Rados­zowy) im Gedächt­nis behalten:„Bleibt mit Gott, grüßt meine Pfarr­kin­der in Haj­duki, ich fahre weg um zu ster­ben, wenn es der Wille Got­tes ist .“

Ein fes­ter Hän­de­druck. Pfar­rer Czem­piel sah Antoni Brzo­ska ruhig in die­ Au­gen und ging wei­ter. Vermutlich wurde er mit der Bahn nach Öster­reich gebracht, nach Linz. Er starb ent­we­der auf dem Weg von Linz nach Hart­heim an umge­lei­te­ten Auto­ab­ga­sen oder er wurde in Hart­heim ver­gast, ver­mut­lich noch am 04.05.1942 und danach dort im Kre­ma­to­rium verbrannt.

Wie bei jedem Gefan­ge­nen, ging den Ver­wand­ten eine offi­zi­elle Ster­be­ur­kunde zu. Pfar­rer Czem­piel sei am 19 .06 1942 an einem Darm­ka­tharr gestor­ben, so stand darin. Diese Nach­richt wurde auch der Pfar­rei in Haj­duki mit­ge­teilt. Der ehe­ma­lige Vikar, Ignac Jéz, fei­erte für den ver­stor­be­nen Pfar­rer, trotz der War­nung mutig das Requiem. Ein paar Tage spä­ter wurde er vom Gestapo ver­haf­tet und ins KL Dachau gebracht.Nach der Gefan­gen­schaft ver­öf­fent­lichte er einen Bericht sei­ner Haftzeit:(JEZ´, Ignacy, Licht und Dun­kel, prei­set den Herrn! Als pol­ni­scher Pries­ter  im KZ Dachau, Würz­burg 2007, Ech­ter Ver­lag).

Pfar­rer Jozef Czem­piel wurde am 13.06.1999 in War­schau mit 107 ande­ren Mär­ty­rer des 2. Welt­krie­ges von Papst Johan­nes Paul der II. selig gespro­chen.

Monika Neu­dert

Über­set­zung Irene Janit­zek

Quel­len:

https://pl.wikipedia.org/wiki/J%C3%B3zef_Czempiel

http://www.swietyjozef.kalisz.pl/Dachau/27.html

http://www.encyklo.pl/index.php5?title=B%C5%82._J%C3%B3zef_Czempiel

http://www.encyklo.pl/index.php5?title=B%C5%82._J%C3%B3zef_Czempiel

http://ruda_parafianin.republika.pl/b/par/ksi/k02/142.htm

http://prawy.pl/50209-zabrali-go-wprost-z-konfesjonalu-bl-ks-jozef-czempiel/

http://www.swzygmunt.knc.pl/SAINTs/HTMs/0504blJOZEFCZEMPIELmartyr01.htm

 

Todestage September 17

 

Todesopfer im KZ Dachau im September 1942

 

Auch im September möchte ich auf die vor 75 Jahren verstorbenen hinweisen, deren Todestag sich in diesen Tagen zum 75. Mal jährt.

 

Nach dem Hungersommer 1942 starben auch im September 1942 viele der gefangenen Geistlichen, darunter auch einige polnische Selige.

 

 

Seliger WLADYSLAW MIEGON, (1892—1942)

 Militärpfarrer, Marinepfarrer im Majorsrang

 +: 15.09.1942 im KZ Dachau, 50 Jahre alt

 

 

 Seliger Józef Kut (1905—1942)

 Priester der Erzdiözese Poznań, Pfarrer

 +: 18 .09.1942 im KZ Dachau, 37 J. alt

 

 

Seliger Bronislaw Kostkowski (1915-1942)

 Seminarist der Diözese Włocławek

 + im KZ Dachau am 27.09.1942

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