runde Gedenktage Juli 2017

  1. Todes­tage im Juli 2017:

Vor 75 Jah­ren star­ben im Hun­ger­som­mer der inhaf­tier­ten Pries­ter 1942 im KZ Dachau fol­gende Selige:

 

Seli­ger P. Titus Brandsma O.Carm.

+ 26.07.42 KZ Dachau

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selige pol­ni­sche Mär­ty­rer:

 

Seli­ger Jan Nepo­mu­cem Chrzan, (1885—1942)

Pries­ter der Diö­zese Gniezno, Pfar­rer, Dekan

+: 01.07.1942 im KZ Dachau

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Seli­ger Br. FELIKS CHOJNACKI (HIERONIM)

Ordens­bru­der, Kapu­zi­ner (OFM­Cap)

+: 09 .07.1942 im KZ Dachau

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Seli­ger P. WOJCIECH GONDEK (KRYSTYN), (1909—1942)

Ordens­pries­ter, Fran­zis­ka­ner (OFM)

+: 23. 07.1942 im KZ Dachau

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Seli­ger MICHAL OZIEBLOWSKI (1900—1942)

Pries­ter der Erz­diö­zese Wars­zawa (War­schau), Vikar

+: 31.07. 1942 im KZ Dachau

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 Selige Mär­ty­rer von Dachau bit­tet für uns!

Märtyrer heute

Anläs­sich der fei­er­li­chen Ein­füh­rung des Gedenk­ta­ges Selige Mär­ty­rer von Dachau, gab Frau Monika Neu­dert, Spre­che­rin des Freun­des­kreis Selige aus dem KZ Dachau,  ein Inter­view beim Baye­ri­schen Rund­fung, Kir­chen­re­dak­tion. Ein Aus­schnitt dar­aus wurde auf B5 am 12.06.2017 mehr­fach gesen­det.

Zur Vor­be­rei­tung die­ses Inter­view wur­den Gedan­ken zur Bedeu­tung der christ­li­chen Mär­ty­rer für unsere Zeit for­mu­liert:

Frage: Warum sind christ­li­che Mär­ty­rer für uns heute wich­tig?

Bei­trag für das Inter­view mit BR5 am 12.06.2017

Mär­ty­rer bedeu­tet Glau­bens­zeuge, Zeuge von Tod und Auf­er­ste­hung Jesu Christi.

Genau sol­che Zeu­gen sind heute sehr sel­ten gewor­den.

Die christ­li­chen Mär­ty­rer unter den poli­ti­schen Gefan­ge­nen des KZ Dachau, kön­nen uns mit dem Bei­spiel Ihres Lebens, Lei­dens und Ster­ben ein gutes Vor­bild sein. Wenn christ­li­cher Glaube in die­sen Extrem­si­tua­tio­nen Halt und Hilfe war, kann er auch uns heute hel­fen.

In der, für uns unvor­stell­ba­ren Hölle des KZ Dachau, waren 2800 Geist­li­che aus dem gan­zen Reich inhaf­tiert. Unter ihnen waren Män­ner Got­tes, die ihren Glau­ben in die­ser Lage inten­siv leb­ten. Mit Got­tes Hilfe fan­den diese Mär­ty­rer Kraft im Glau­ben durch Gebet, Eucha­ris­tie, Beichte, und die Worte der Bibel. Einige berich­ten in die­ser Situa­tion des KZ Gott näher gekom­men zu sei. In Brie­fen nach Hause schrei­ben Sie von inne­rem Frie­den, Freude und Hoff­nung. Wir lesen von Liebe zu Gott und die Bereit­schaft zur Hin­gabe. Diese Hin­gabe war es auch, die ihnen Kraft gab, ihr Leben in Got­tes Hände zu legen und im Ster­ben auf das Leben nach dem Tod und Gemein­schaft mit Gott zu ver­trauen.

Die 56 selig gespro­che­nen Mär­ty­rer des KZ Dachau sind für uns große Vor­bil­der, sie fan­den Kraft ihren Fein­den zu ver­zei­hen wie Pfar­rer Georg Häf­ner, der schrieb: „Wir wol­len allen alles ver­zei­hen.“, oder der pol­ni­sche Weih­bi­schof Michal Kozal, der seine Kame­ra­den auf­for­derte den sogar deut­schen SS-Leuten zu ver­zei­hen.

Durch ihr gemein­sa­mes Lei­den, rin­gen und  beten leb­ten sie Ver­söh­nung zwi­schen den im Krieg ver­fein­de­ten Natio­nen und auch zwi­schen den christ­li­chen Kon­fes­sio­nen.

Einige fan­den Kraft Mit­häft­lin­gen zu hel­fen, als Seel­sor­ger und auch in kon­kre­ten Nöten, z.B. als Pfle­ger der Typhus­kran­ken kurz vor Kriegs­ende. Dabei nah­men über 30 Geist­li­che bewusst die Anste­ckung und den Tod durch Typhus auf sich, um den ster­ben­den  Kame­ra­den bei­zu­ste­hen. Dazu gehö­ren der pol­ni­sche Kaplan Ste­fan Vin­centy Fre­li­chow­ski und P. Engel­mar Unzei­tig, ein Mari­an­hil­ler Mis­sio­nar, der erst im letz­ten Sep­tem­ber selig gespro­chen wurde.

Die Ein­füh­rung des Gedenk­ta­ges Selige von Dachau erfüllt mich mit gro­ßer Freude. Heute schaut die Erz­diö­zese M+F nach Dachau. Ich hoffe um dort Vor­bil­der und Für­spre­chen zu ent­de­cken für unser Leben heute.“

 

Monika Neu­dert

Grußwort P. Benninghaus

Aus Anlass des 75. Todes­ta­ges des Dach­au­mär­ty­rers P. August Ben­ninghaus SJ, fin­den am 20.07.2017 in Ankum Fei­er­lich­kei­ten statt.

Film über P. Ben­ninghaus auf youtube

18.30  Uhr Hl. Messe in St. Niko­laus Ankum

19.30 Uhr Haus Kirch­burg, Ankum

Ver­lei­hung des August-Benninghaus-Preises 2017

Vor­trag von Prä­lat Prof. Dr. Hel­mut Moll

„vor 75 Jah­ren in Dachau gestor­ben. Jesui­ten­pa­ter Augus­tin Ben­ninghaus (1880-1942), aus Druch­horn dem Ver­ges­sen ent­rei­ßen!“

Zu die­ser Gele­gen­heit ver­fasste Monika Neu­dert, Spre­che­rin des Freun­des­krei­ses Selige aus dem KZ Dachau, ein Gruß­wort

Link zum Gruß­wort

ebenso  Frau Monika Kaiser-Haas, die Nichte des Seli­gen Karl Leis­ner

Bericht vom 12.06.2017


Kollage für HP

 

Mär­ty­rer von Dachau als Leucht­türme in unse­rer Zeit

Dachau, 13.06.2017

Bericht vom Got­tes­dienst zur Ein­füh­rung des Gedenk­ta­ges Selige von Dachau am 12.06.2017 im Dom zu unse­rer Lie­ben Frau in Mün­chen

Am 12.06.2017 fand im Münch­ner Dom um 17.30  Uhr der Fest­got­tes­dienst zur Got­tes­dienst zur Ein­füh­rung des neuen Gedenk­ta­ges „Selige Mär­ty­rer von Dachau“ statt.

Nach­dem die Arbeit des Freun­des­krei­ses Selige aus dem KZ Dachau die selig gespro­che­nen Mär­ty­rer unter den Häft­lin­gen des KZ Dachau dem ver­ges­sen zu ent­rei­ßen jah­re­lang auf ver­schlos­sene Ohren und Türen gesto­ßen ist, war die Freude über die­ses Fest und die Ein­füh­rung des Gedenk­ta­ges groß bei allen Freun­den der Seli­gen von Dachau, beson­ders bei den Mit­glie­dern des Freun­des­krei­ses Selige von Dachau.

Dass die­ser Gedenk­tag nun jedes Jahr am 12.06. in der gan­zen Erz­diö­zese Mün­chen und Frei­sing began­gen wird, erscheint uns wie ein Wun­der auf die Für­spra­che der Seli­gen von Dachau.

Wir hof­fen die Exis­tenz unse­rer Inter­net­seite hat dazu ihren Bei­trag geleis­tet und Infor­ma­tio­nen bekannt gemacht.

Schon zu Beginn des Got­tes­diens­tes wur­den in einem bewe­gen­den und dich­ten Moment die Namen aller 56 Seli­gen von Dachau vor­ge­tra­gen, unter­malt von Orgel­mu­sik, wäh­rend der Altar­dienst ein­zog.

Der Messe stand Weih­bi­schof Rupert Graf zu Stol­berg vor, unter den Kon­ze­le­bran­ten war der Stift­probst von Lands­hut Mon­si­gnore Franz- Josef Baur und der pol­nisch stäm­mige Pfar­rer Mar­tin Siod­mok aus Grä­fel­fing, Mit­glied des Freun­des­krei­ses Selige aus dem KZ Dachau. Die Pries­ter tru­gen rote Mess­ge­wän­der, wie bei Fes­ten zu Ehren der Mär­ty­rer üblich.

Die Stim­mung im Dom kann an die­sem Abend sehr fei­er­lich und freu­dig beschrie­ben wer­den.

Schon in der Ein­lei­tung der Messe erin­nerte Weih­bi­schof Rupert Graf zu Stol­berg an den oft ver­ges­se­nen christ­li­chen Wider­stand im 3. Reich.

Es wurde die vom im KZ Dachau inhaf­tier­ten P. Gre­gor Schwake OSB auf­ge­führt, diese war im KZ Dachau für den Pries­ter­chor der Bara­cken­kir­che in Block 26 kom­po­niert wor­den. Wie von ferne klan­gen die Stim­men der Män­ner­schola beim Hym­nus Dach­ao­wien­sis und lie­ßen den Pries­ter­chor des Lagers wie­der erklin­gen.

Wie schön die­ses Werk an die­sem Abend im Münch­ner Dom so pracht­voll mit Chor und Orgel zu hören, bestimmt war es auch für  P. Schwake im Him­mel eine Freude.

In der Pre­digt nannte Weih­bi­schof zu Stol­berg einige Zah­len der Opfer des Natio­nal­so­zia­lis­mus, jüdi­sche Opfer und Opfer der Kriegs­hand­lun­gen in Europa. Danach ver­wies er auf die Ver­fol­gung von Chris­ten im 3. Reich. Dachau war  das größte Pries­ter­ge­fäng­nis aller Zei­ten und der größte Pries­ter­fried­hof. In eini­gen Zah­len ver­deut­lichte er die große Zahl der in Dachau gefan­ge­nen Geist­li­chen.

Er sprach im Bezug auf die Lesung von  Licht­strah­len, die es auch in der Hölle des KZ Dachau gab. Für diese Licht­strah­len ste­hen die nun geehr­ten 56 selig gespro­che­nen Mär­ty­rer.

Viele Men­schen fra­gen, so führe es wei­ter aus, „Wo war Gott im KZ? Warum hat er das zuge­las­sen?“

Wo Gott im KZ Dachau war, wür­den die Seli­gen sel­ber beant­wor­ten: „Gott war da!“

Zur Ver­an­schau­li­chung zitierte der Weih­bi­schof den Dachau über­le­ben­den P. Lenz, der die Gegen­wart Christi im Taber­na­kel der Lager­ka­pelle aus Got­tes Gegen­wart im Lager erlebte.

Die Seli­gen hät­ten im Lager das Wort des eben gehör­ten Evan­ge­li­ums, „Liebt ein­an­der, wie ich euch geliebt habe“, mit ihrem Leben ver­deut­licht.

Im Lager sind diese Män­ner über sich hin­aus­ge­wach­sen und setz­ten sich unter Lebens­ge­fahr für andere Häft­linge ein. Als Bei­spiel wurde der erst im Sep­tem­ber 2016 als letz­ter selig gespro­chene P. Engel­mar Unzei­tig genannt, der sein Leben bei der Pflege typhus­kran­ker Kame­ra­den ver­lor. In sei­nem letz­ten Brief schrieb die­ser: „Liebe ver­dop­pelt die Kräfte, macht inner­lich frei und froh…“

Im letz­ten Teil sprach Weih­bi­schof zu Stol­berg von der Frucht, die das Lebens­op­fer der Mär­ty­rer aus heu­ti­ger Sicht gebracht hat.

Er zitierte den seli­gen Alojs Andritzki, der pro­phe­tisch aus dem KZ Dachau schrieb: „wenn wir jetzt gerade nicht als Sämann wir­ken kön­nen, so wol­len wir das Samen­korn sein um bei der Ernte Frucht zu brin­gen.“

Heute wür­den viele Men­schen die Lebens­ge­schich­ten der Glau­bens­zeu­gen erfor­schen, das Inter­esse an Mär­ty­rern würde wach­sen. Auf diese Ent­wick­lung würde die Kir­che mit der Ein­füh­rung die­ses Gedenk­ta­ges ant­wor­ten.

Mär­ty­rer wür­den vie­len Men­schen in unse­ren Tagen Hoff­nung geben. Auch kön­nen Men­schen in schwe­ren Lebens­si­tua­tio­nen erle­ben: Gott ist da! So sind die Mär­ty­rer von Dachau vie­len zu Vor­bil­dern, Für­spre­cher, gewor­den, wie Leucht­türme in unse­rer Zeit.

Die Mär­ty­rer von Dachau  zei­gen uns heute, der Hei­lige Geist befä­higt in Bedräng­nis über uns hin­aus zu wachen.

In den von Mit­glie­dern des diö­ze­sa­nen Bei­ra­tes Mär­ty­rer­ge­den­ken vor­ge­tra­ge­nen Für­bit­ten, wurde auf die Für­spra­che ein­zel­ner Seli­ger ent­spre­chend ihrem Cha­risma Bit­ten aus­ge­spro­chen.

Am Ende des Got­tes­diens­tes betonte Weih­bi­schof zu Stol­berg die Hoff­nung, dass schon bald wei­tere Mär­ty­rer aus dem KZ Dachau selig gespro­chen wer­den mögen.

Den fei­er­li­chen Schluss­se­gen erteilte er erst­mals auf die Für­spra­che der Seli­gen von Dachau.

 

Nach dem Got­tes­dienst  war zu einer Begeg­nung in der ehe­ma­li­gen Kar­me­li­ter­kir­chel gela­den.

In sehr freund­schaft­li­cher Atmo­sphäre wurde der neue Gedenk­tag gefei­ert, viele  Freunde der Seli­gen waren dabei.

Zahl­reich waren Mit­glie­der der pol­ni­schen Gemeinde erschie­nen, auch Mit­glie­der des Freun­des­krei­ses Selige aus dem KZ Dachau. Ver­tre­ter der Dach­auer Pfar­reien und der Poli­tik waren ebenso dabei wie Ver­tre­ten des Lai­en­ra­tes der Diö­zese.

In einer kur­zen Anspra­che begrüßte Fr. Dr. San­dra Krump alle Gäste und nannte viele nament­lich. Ihr Dank galt allen, die sich seit Jah­ren für  das Geden­ken an die Seli­gen von Dachau ein­ge­setzt haben und an die, deren Ein­satz die­ses Fest ermög­licht hat.

Monika Neu­dert

Links zu ande­ren Bericht­er­stat­tun­gen:

Münch­ner Kir­chen­nach­rich­ten Link

mit Auf­nahme der Pre­digt zum anhö­ren Link

Link zur Beri­cher­stat­tung katholisch.de

Renova­bis Link

BR B5 Link

Pfar­rei St Jakob Dachau mit Linl zu unse­rer Home­page Link

12.06.2017 Selige von Dachau

Dachau, 10.06.2016

Der Freun­des­kreis Selige aus dem KZ Dachau freut sich sehr, über die Ein­füh­rung des am 12.06.2017 erst­mals began­ge­nen Gedenk­ta­ges „Selige Mär­ty­rer von Dachau“ in der gan­zen Erz­diö­zese Mün­chen und Frei­sing, bei der der selig Gespro­che­nen unter den Häft­lin­gen des KZ Dachau gedacht wird.

Jahre lang war es unser Anlie­gen diese inzwi­schen 56 Män­ner Got­tes dem Ver­ges­sen zu ent­rei­sen, zur Ehre Got­tes. Mit der Ein­füh­rung des Gedenk­ta­ges sind sie nun auch lit­ur­gisch in der Mitte der Erz­diö­zese ange­kom­men.

Es bleibt zu hof­fen, dass das Glau­bens­zeug­nis die­ser Män­ner, ihr Lei­den und Beten frucht­bar wird in unse­rer Zeit. Gerade heute feh­len oft  glaub­wür­dige und gläu­bige Vor­bil­der.

Selige von Dachau- Segen für uns!

Auf die Für­spra­che der Seli­gen Mär­ty­rer von Dachau ver­trauen schon jetzt viele Gläu­bige.

Ich bedanke mich für alle Unter­stüt­zung, die ich in den letz­ten Jah­ren bei mei­nem Bemü­hen um das Geden­ken und die Ver­eh­rung der im KZ Dachau getö­te­ten Mär­ty­rer erfah­ren durfte. Beson­ders den pri­va­ten Spen­dern, durch deren Gabe diese Inter­net­seite am Lau­fen gehal­ten wer­den kann.

Ich hoffe dies wird auch in Zukunft mög­lich sein, um Infor­ma­tio­nen über die Mär­ty­rer von Dachau wei­ter­hin ver­öf­fent­li­chen zu kön­nen, oft ein­zig und erst­ma­lig im deutsch­spra­chi­gen Raum.

Link zur Seite mit dem Spen­den­konto

Noch­mal die Infor­ma­tion über den Got­tes­dienst zur Ein­füh­rung des  Gedenk­ta­ges im Münch­ner Dom am 12.06.2017 um 17.30 Uhr, Weih­bi­schof Rupert Graf zu Stoll­berg wird zele­brieren.

Anschlie­ßend sind alle Inter­es­sier­ten zu einer Begeg­nung im nahe­lie­gen­den Kar­me­li­ter­saal ein­ge­la­den.

Selige Mär­ty­rer von Dachau- bit­tet für uns!

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